Vorteile der Meditation und Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Bindung
Immer mehr Menschen integrieren die Meditationspraxis in ihrem Alltag. Die Vorteile liegen auf der Hand, sodass sich ein Ausprobieren lohnt. Das regelmäßige Meditieren ist jedoch nicht nur für die Erwachsenen eine wundervolle Möglichkeit, sich mit sich selbst zu verbinden, den Geist zu beruhigen und neue Gedanken zu empfangen – auch Kinder lieben die Ruhe und den Frieden in sich, was durch Kinder-Meditationen entstehen kann. Wenn Du selbst Kinder hast, Dir eine harmonische Familienzeit sowie eine gestärkte Eltern-Kind-Bindung wünschst, lies unbedingt die Tipps aus diesem Beitrag.
Meditation und die Effekte auf die Familie und Eltern-Kind-Bindung
Wenn Du Dich bereits mit Meditationen beschäftigt hast, weißt Du, dass diese viele Vorteile mit sich bringt. So natürlich auch, wenn Mama und Papa meditieren.
Sie fühlen sich entspannter, gelassener und kreativer. Dies wirkt sich automatisch auf die Kinder aus.
Wenn die Erwachsenen mit sich verbunden sind, strahlen sie mehr Ruhe aus, was sich positiv auf die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Familie auswirkt.
Können Kids ihre Gedanken gut ordnen und die eigenen Gefühle wahrnehmen, beeinflusst dies die Eltern-Kind-Bindung positiv. Kids lernen außerdem ihre Emotionen und Gefühle zu benennen und sinnvoll damit umzugehen.
Gemeinsame meditative Aktivitäten können den Zusammenhalt der Familienmitglieder fördern und das Gefühl der Liebe, der Freude und der Verbundenheit stärken.
Warum sind Kindermeditationen so bedeutend?
Je früher Kinder mit der Meditation anfangen, desto leichter lernen sie, die Verbindung zu sich selbst aufrechtzuerhalten. Vielleicht kennst Du es selbst von Dir, dass Du durch die intensiven Reize von außen dauernd abgelenkt bist. Die eigene Stimme wird kaum gehört und dies hat große Auswirkungen auf das Leben und die Familiendynamik.
Lernen Kids hingegen bereits von klein auf, sich täglich oder regelmäßig auf das eigene Meditationskissen zu setzen und tief in sich zu sinken, wirkt sich dies positiv auf die eigenen Gedanken und Gefühle aus. Das Familienleben wird durch ausgeglichene Kinder und Erwachsene deutlich ruhiger und entspannter.
Die Atmung und das eigene System können durch tiefe und fokussierte Atemzüge beruhigt werden. Auch das wirkt sich wohltuend auf das eigene Befinden aus. Haben sie zum Beispiel Angst vor Prüfungen, ist es total wichtig, sich vorher kurz hinzusetzen, tief zu atmen und die eigenen Unsicherheiten ziehen zu lassen.
Kann sich das Kind kaum konzentrieren, können wohltuende Meditationsübungen hilfreich sein. Studien erklären, dass Meditieren gut für die Konzentration ist und damit der Stress beim Hausaufgaben machen reduziert wird.
Häufig verspüren Kinder, die unter Kopfschmerzen, Magenproblemen oder Verspannungen leiden, eine Linderung, wenn sie sich regelmäßig auf das Kissen setzen und meditieren. Falls die Symptome länger anhalten oder sonst irgendwie ungewöhnlich sind, unbedingt mit dem Arzt abklären.
Was musst Du beim Meditieren mit Kindern beachten?
Es gibt einige wichtige Tipps, die den Einstieg in die Meditation deutlich erleichtern.
1. Dauer der Meditation
Denke daran, dass ein Kind natürlich nicht so lange sitzen bleiben kann, wie ein Erwachsener es tut. Deshalb solltest Du für die Meditationsauszeit nur wenige Minuten einplanen. Je nach Alter könnten dies zum Beispiel fünf Minuten sein. Ist das Kind noch sehr klein, probiere es mit zwei, drei Minuten. Nachher könnt ihr zusammen eine andere Meditationsaktivität ausprobieren.
2. Ruhiger Ort
Damit sich das Kind richtig fallen lassen kann, ist es bedeutend, dass Du für einen ruhigen Raum sorgst. Am besten ist es, wenn Du Dir mit ihm einen Ort in der Wohnung oder im Haus einrichtest, der nur für die Meditation gedacht ist. Das unterstützt die Konzentration während der Meditationspraxis.
Achte darauf:
keine Ablenkung (kein TV, kein Handy usw.)
sanfte Musik, die entspannt
bei Straßenlärm, Fenster schließen und stattdessen vorher lüften (frische Luft ist sehr wichtig)
bedeutende, essenzielle To-dos vorher machen, damit sich Dein Nachwuchs leichter fallen lassen kann
3. Sei ein Vorbild
Kinder lernen durch Abschauen, d.h. wenn Du regelmäßig meditierst, ist der Einstieg für Dein Kind deutlich leichter. Deshalb darfst Du Dich selbst ein wenig ausprobieren und Deinen Nachwuchs mehr und mehr in die Meditationspraxis mitnehmen. So kann eure Meditationsroutine entstehen.
4. Sprich offen darüber, was ihr jetzt macht
Damit es sich sicher fühlt, solltest Du klar darüber sprechen, was nun gemacht wird. Erkläre, was sich durch Meditation verändert und wie der genaue Ablauf ist. So kann sich Dein Nachwuchs wohlfühlen und auf die gemeinsame Zeit freuen.
Welche Meditationen eignen sich für Kinder?
Kinder langweilen sich meist sehr schnell, deshalb musst Du Dir einiges einfallen lassen, um die nötige Entspannung durch Meditationen erzielen zu können.
1. Wenn langweiliges Stillsitzen nicht funktioniert...
Es gibt Kids, die kaum stillsitzen können, ohne etwas zu machen, und das ist absolut okay – auch sie können meditieren. Dafür braucht es ein wenig mehr Kreativität und einige Ideen für wirkungsvolle Spiele.
Du hast verschiedene Möglichkeiten:
Du kannst Dich gemeinsam mit dem Kind hinsetzen, falls dies eine Verbesserung herbeiführt, und einer sanften Meditation oder Klängen lauschen.
Du kannst mit Deinem Nachwuchs Bewegungs-Meditationen im Gehen/Rennen in der Natur ausprobieren.
Bei Kids sollte Meditation immer mit Spaß und Freude verbunden werden, deshalb lohnt es sich, spielerisch ranzugehen. Eine gute Idee sind beispielsweise Mandalas, die oftmals auch bei sehr aktiven Kindern eine gute Alternative zum stupiden Stillsitzen sind. Drucke ein Mandala aus oder kaufe ein Mandala-Buch und lege Stifte bereit. Wenn es anfängt, die einzelnen Formen auszumalen, dann tritt automatisch ein Entspannungszustand ein. Du kannst auch andere Bilder wählen, es müssen nicht zwingend Mandalas sein. Während ihr beide malt, könnt ihr sanfte Musik hören oder die Stille genießen.
Zudem können andere handwerkliche Tätigkeiten für ältere Kinder meditativ wirken und die Achtsamkeit stärken, zum Beispiel häkeln, stricken, Puzzle machen usw.
Meditation mit Steinen aus dem Wald oder Garten: Dafür sucht ihr euch viele Steine und setzt euch an einen ruhigen Ort. Dort erfühlt es die Steine und fragt sich beispielsweise: Welche Form hat der Stein? Wie fühlt er sich an? Diese Achtsamkeitsübung sorgt dafür, dass sich Dein Kind voll und ganz auf den Moment konzentriert und das Gedankenkarussell im Kopf abnehmen kann.
2. Fantasiereisen
Möchte Dein Kind lieber ohne aktives Tun entspannen, kannst Du eine Fantasiereise anleiten oder eine Meditations-Reise aus dem Internet abspielen. Durch das aktive Zuhören gelingt es dem Nachwuchs, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und andere Gedanken ziehen zu lassen. Ist die Anleitung mit einer ruhigen Musik unterlegt, kann noch mehr Entspannung eintreten – besonders, wenn ihr auf einer bequemen Matte liegt. Anschließend könnt ihr euch darüber austauschen und eure Wahrnehmungen erzählen.
Der Vorteil dieser Praxis ist, dass sich die Kids mit ein bisschen Übung immer mehr fallen lassen können. Zudem fördert es die Kreativität, das achtsame Zuhören und das Gefühl der Verbundenheit innerhalb der Familie (wenn alle gemeinsam der Geschichte lauschen).
Möchte Dein Nachwuchs ein wenig Abwechslung, eignen sich spezielle Kinder-Meditationen perfekt dafür, um die Ruhe im Geist zu fördern, Selbstliebe zu erlernen und sich mehr zu entspannen.
In diesem Zusammenhang solltest Du unbedingt darauf achten, dass das Kind durch eine gemeinsame Atempraxis tiefes Atmen lernt.
Meditierst Du mit Deinem Nachwuchs? Wenn ja, was sind eure liebsten Routinen und wie hat sich dies auf das Familienleben ausgewirkt?