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Nadi Shodhana Pranayama - eine der wichtigsten Atemübungen

Nadi Shodhana Pranayama - eine der wichtigsten Atemübungen

von/ durch Nick am Apr 23 2019
Nadi Shodana gehört zu den wichtigsten Atemübungen, die sich für Anfänger, aber dank der sehr fortgeschrittenen Varianten auch für Profis eignet. Das Ziel der Übungen besteht darin, die Energie in kürzester Zeit zu erneuern. Daneben hat Nadi Shodhana Pranayama noch weitere Vorteile. Welche dies sind, wie die Übung funktioniert und was es zu beachten gibt, erfährst Du nachfolgend. Nadi Shodhana Pranayama - eine der wichtigsten Atemübungen Nadi Shodhana Pranayama - bewusste Wechselatmung Die richtige Atmung kann große Heilkräfte entfesseln. Dies wurde schon vor sehr langer Zeit erkannt und davon sollen Anwender von Nadi Shodhana Pranayama profitieren. Nadi Shodhana bedeutet wörtlich "Reinigung der Nadis", der Energiebahnen im Körper, die frei von Blockaden und Spannungen sein sollten. Nur dann kann sich die Energie optimal hindurch bewegen. Nadi Shodhana reinigt das sogenannte Netz der Nadis, bei denen es sich um röhrenartige Leitungen handelt, in welchen die Pranaenergie zirkuliert. Durch das Öffnen der Nadis kann die Pranaenergie durch den gesamten Körper strömen. Wie funktioniert Nadi Shodhana Pranayama? Das Wort Nadi steht für Röhre, shodhana bedeutet reinigend und Prana ist die Gesamtsumme aller Energien. Ayama heißt Ausdehnung und Erweiterung, aber auch Anhalten und Zurückhalten. Bei Nadi Shodhana Pranayama handelt es sich um eine anspruchsvolle, aber sehr effektive Nasenatmung, die eine sehr entspannende Wirkung hat. Die Nasengänge sollten frei sein. Genau genommen ist es eine Wechselatmung, die folgendermaßen funktioniert: Setze Dich bequem auf einem Stuhl hin, ohne Dich anzulehnen. Du kannst Dich auch hin knien oder den Lotussitz wählen. Achte darauf, dass der Rücken gerade und entspannt ist. Lege die linke Hand auf Deinen Oberschenkel. Die Handfläche zeigt nach oben. Die Spitzen des Zeigefingers und Daumens berühren sich und die restlichen drei Finger streckst Du aus. Schließe Deine Augen und fokussiere Dich auf Dein Inneres. Dann atmest Du abwechselnd durch Dein linkes und rechtes Nasenloch ein- und aus. Bei der Einatmung durch das eine Nasenloch hältst Du jeweils das Loch der anderen Seite zu und zählst bis fünf. Halte den Atem an. Dann werden beide Nasenlöcher zugehalten, bevor Du wieder ein- und ausatmest. Auch beim Ausatmen zählst Du bis fünf. Wiederhole die Wechselatmung einige Male und lege abschließend Deine Hände auf die Knie. Diese Wechselatmung kannst Du, wenn Du geübt bist, bis zu 30 Minuten betreiben, je nach vorhandener Zeit auch kürzer. Wenn Du Schwindelgefühle verspürst, hörst Du sofort auf und steigerst Dich ab sofort langsam. Die Zählzeiten können ebenfalls variieren. Die Wechselatmung wird auch gern vor einer meditativen Übung eingesetzt, denn sie schenkt dem Geist Ruhe. Sie kann nahezu überall und jederzeit angewendet werden, ohne Hilfsmittel und besondere Voraussetzungen. Ein stiller Moment genügt bereits für einige tiefe Atemzüge. Welche Vorteile hat Nadi Shodhana Pranayama? Der Wechselatem (Nadi Shodana) sorgt für das innere Gleichgewicht, mehr Ruhe, Gelassenheit, Freude und Harmonie sowie geistige Konzentration. Es soll eine emotionale Balance geschaffen werden, um Ängste und Unsicherheiten zu beseitigen. Nadi Shodhana Pranayama soll zudem eine Harmonisierung sämtlicher Körperfunktionen, eine Vorbeugung von Erkältungen und Allergien sowie eine verbesserte Atmung über die Nase ermöglichen. Daneben ist die Übung ein gutes Herz-Kreislauf-Training. Auch die Lungenkapazität kann optimiert werden, sodass sie Krankheiten wie Asthma positiv beeinflusst. Zusammenfassung Die Wechselatmung wird "Nadi Shodhana" genannt. Dies ist mit einer Reinigungsübung zu übersetzen und genau darin liegt auch der Schwerpunkt der heilsamen Atemübung. Es geht darum, Energien fließen zu lassen, den Energie-Körper zu reinigen und die Energiezentren zu erhöhen. Die Atmung sollte bei der Ausführung immer leicht und mühelos vor sich gehen, denn es ist immerhin eine Entspannungstechnik. Finde Deinen eigenen Rhythmus und atme langsam und ruhig ein und aus. Nimm Deine gewünschte meditative Sitzstellung ein und achte auf eine aufrechte, bequeme Haltung. Nadi Shodhana entfaltet seine heilsame Wirkung auf körperlicher, energetischer und geistiger Ebene. Bild © fizkes / 123rf.com

Atemyoga mit positiven Nebenwirkungen

von/ durch Nick am Apr 25 2016
Atemyoga mit positiven NebenwirkungenWir alle atmen zu flach - oder zumindest ist es bei den meisten Menschen unserer Industrienationen der Fall. Irgendwie sind wir immer gestresst, reden von Eile, Hektik und keine Zeit; oder wir haben Angst (beispielsweise vor Prüfungen); Ärger kann ebenfalls dafür verantwortlich sein. Automatisch spannen sich unsere Muskeln, daher reden wir laufend davon, wie verspannt wir sind. Der Blutdruck steigt, der Zuckerwert auch. Wir bekommen sogenannte Spannungskopfschmerzen an den Schläfen oder es pocht vorn an der Stirn. Insgesamt fühlen wir uns viel zu häufig nicht gut.Kein Wunder also, dass Wellness solch einen hohen Stellenwert in unserer Freizeit hat. Im weitesten Sinne gehört auch Yoga dazu, wobei wir hier wenigstens so einsichtig sind, es mindestens einmal pro Woche zu betreiben und nicht bis zum nächsten Urlaub damit zu warten. In erster Linie betreiben wir Asanas, also Körperübungen, wie sie bevorzugt im Hatha Yoga betrieben werden. Dabei soll der Atem fließen. Schon diese Asanas helfen uns, langsamer und gleichmäßiger zu atmen, denn die Asanas werden in Ruhe ausgeführt und der Atem gleicht sich problemlos an die Bewegungen an.Weiterhin gibt es spezielle Atemübungen, die sogenannten Pranayamas. Das zusammengesetzte Wort bedeutet so viel wie Kontrolle (yama) oder Erweiterung (ayama) des Atems (prana). Es gibt einfache und kompliziertere Atemübungen. Wenn du noch nie welche gemacht hast, solltest du besonders vorsichtig üben oder dir einen Lehrer suchen. Es kann dir schon bei den einfachen Übungen schwindelig werden, dann solltest du auf jeden Fall sofort aufhören, eine Pause einlegen und es später am Tag oder am nächsten Tag erneut probieren. Wer Asthma und andere Probleme mit der Lunge hat, sollte seinen Arzt befragen, bevor er oder sie speziell Pranayamas betreibt. So gibt es beispielsweise Atemübungen, die mit einem Verschluss der Atemwege oder mit plötzlichen Wechseln arbeiten (Blasebalgatmung). Diese können wir für Laien im Alleingang auf keinen Fall empfehlen!Alle Atemübungen erfrischen den Geist, bringen den Körper ins Gleichgewicht, beschleunigen den Stoffwechsel und sind daher hervorragende Übungen für die Organe. Wir nutzen meist nur den oberen Brustkorb, daher trainieren wir mit Flanken- und Bauchatmung das ganze Atemwegssystem. Insgesamt wird der Atem auf Dauer, wenn wir fleißig üben, ruhiger und gleichmäßiger werden; wir brauchen nicht mehr so viele Atemzüge pro Minute, was nach Ansicht namhafter Yogis das Leben verlängern soll. Das führt uns zu mehr Gelassenheit, womit wir dem Alltagsstress sinnvoll und wirksam begegnen können.Nimm eine bequeme, aufrechte Sitzhaltung ein. Hier sind einige Übungen, die jeweils mehrmals wiederholt werden:- Klassische Wellenatmung: Zunächst tief in den Brustkorb atmen, kurz halten, ausatmen. Jetzt in die Seiten (Flanken) atmen, kurz halten, ausatmen. Anschließend tief in den Bauch atmen, kurz halten, ausatmen. Nun in alle drei Stationen tief einatmen, kurz halten, ausatmen. Das Ganze von vorn, wobei der Atem gleichmäßig fließen soll, die Übergänge nicht hart setzen, sondern geschmeidig Ein- und Ausatmung sowie die Bereiche wechseln.- Einatmen, beim Ausatmen den S-Laut summen.- Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand beugen. Mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch zuhalten, links ausatmen. Links tief einatmen, das linke Nasenloch mit dem Ringfinger zuhalten, Atem kurz anhalten. Das rechte Nasenloch öffnen, ausatmen. Hier wieder einatmen und so fort.- Zungenspitze hinter den Zähnen an den Gaumen legen und langsam durch den geöffneten Mund ausatmen. Zungenspitze mittig an den Gaumen legen, einatmen. Zungenspitze nach hinten an den Gaumen legen, ausatmen.- Zunge einrollen, ein Stück weit aus dem Mund schieben. Durch die Zungenröhre einatmen, Zunge entrollen und einziehen, Mund schließen, durch die Nase ausatmen.- Einatmen, Atem anhalten und den Brustkorb mit den Fingerspitzen leicht beklopfen. Ausatmen.Bild © stylephotographs / 123rf.com