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Manipura Chakra - das dritte Chakra
von/ durch Nick
am Jul 22 2016
Manipura ChakraBei dem Manipura Chakra handelt es sich um das dritte von sieben Hauptchakren. Das Wort setzt sich aus "Mani" - dem Juwel oder Edelstein und "Pura" - der Stadt oder dem Ort zusammen. Hierbei geht es also um schlichtweg um eine Stadt der Edelsteine. Diese Übersetzung wird ihm insofern gerecht, weil im Manipura Chakra die schlummernden Talente eines Menschen im Energie-Zentrum aktiviert werden.Hier ist das Manipura Chakra zu findenManipura befindet sich direkt in der Mitte der Lendenwirbelsäule. Von hier aus strahlt vom Keshtra Energiefeld Energie in den gesamten Bereich des Bauches, die sich im Nabel zentriert. Aufgrund dessen wird es häufig auch als Nabho Chakra, Nabhi Chakra oder schlicht Nabelchakra bezeichnet. Manipura steuert mit seiner Energie also den gesamten mittleren sowie oberen Bauchraum, wozu auch das Sonnengeflecht in der Mitte des Rippenbogens zählt. Ist es einmal aktiviert, strahlt es über die Bauchdecke hinaus nach vorn.Funktion des Manipura-ChakrasMit seiner Bezeichnung als Sonnen-Chakra wird klar, dass es sich hier um ein Chakra handelt, das mit der Sonnenenergie verknüpft ist. Es spricht den Mut, die Willenskraft und das Selbstvertrauen an. Verbunden mit dieser Energie auch für Leidenschaft, große Begeisterung und Durchsetzungsvermögen. Nicht nur das Sonnen-Chakra selbst, sondern auch der dazugehörige Sonnenenergie-Kanal - Pingala Nadi - wird vom Manipura Chakra gesteuert. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass hier auch die so wichtige Lebensenergie, die Prana, gespeichert wird.Das starke Manipura erzeugt eine ebenso faszinierende Ausstrahlung. Es sind Menschen mit Charisma, die in der Lage sind, Menschen zu erreichen und neue Ziele anzugehen. Ist es hingegen geschlossen, wird Energie aufgestaut. Es kann schwerem Leistungsverlust kommen. Energie ist gleichzusetzen mit dem Element Feuer, das hier auch Agni genannt wird. Daher ist seine Chakra Farbe ähnlich wie die der Flamme: Orange-Rot, während die Aura-Farbe in Gelb erscheint. Bauchspeicheldrüse, Nebennieren und Verdauung werden ebenfalls vom Manipura Chakra gesteuert. Im Ayurveda entspricht das Manipura Chakra dem Pitta Element.Positive Eigenschaften fördernMit der Aktivierung des Manipura Chakra können positive Eigenschaften losgelöst werden. Dazu gehören in erster Linie das Durchsetzungsvermögen in Verbindung mit dem inneren Feuer und der Leidenschaft im Allgemeinen. Wenn Dir die Begeisterung aber auch die Kreativität fehlt, Dinge durchzusetzen, solltest Du an Deinem Manipura arbeiten. Auch die Verdauung kann gefördert werden. Menschen, die langfristig ohne ersichtlichen Grund Probleme mit der Verdauung haben, können Besserung mit der Öffnung des Manipura erleben.Die jeweiligen Entsprechungen vom Manipura ChakraDas Yantra Symbol des Manipura Chakra ist das Dreieck, während es dem Widder zugeordnet wird. Seine Stärke der Sinneswahrnehmung ist das Sehen, Rudra und Lakini sind Gott und Götting für Manipura. Sukshma Sharira steht auf astraler Ebene für den Sharira Körper, die geistig-emotionale Hülle - das Manomaya Kosha ist jedoch für die Kosha, die Hülle verantwortlich. Das Manipura hat die Sonnengruß Stellung 6. Der gelbe Turmalin, der gelbe Topas, Citrin, Bernsein und das Tigerauge sind als Edelsteine mit dem Manipura verbunden. Einen positiven Einfluss haben Aromen wie Anis, Fenchel, Lavendel und Kamille. Im Asana sind Krokodilsübungen, das gedrehte Dreieck sowie gedrehte Heldenvariationen, die Vorwärtsbeuge und Navasana als Bauchmuskelübung auf körperlicher Ebene hilfreich.Wie wird das Manipura Chakra aktiviert?Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Meditation ist ein hilfreiches Instrument, hierbei werden die jeweils zugehörigen Elemente von Feuer, Sonne und auch Vulkan genutzt. Auch Affirmationen, die während des Tages des öfteren wiederholt werden, sind hilfreich. So zum Beispiel: "Ich erlebe bewusst die Flamme der Leidenschaft." Zusätzlich kannst Du Pranayamas oder den Feueratem, Kapalabhati, für Dich nutzen. Auch mit einem Feuer-Mantra oder dem Sonnen-Mantra kannst Du das Manipura Chakra aktivieren. Arati, Homa oder Havan sind traditionelle Feuerzeremonien, die als Ritual durchgeführt werden.Bild © zhanna26 / 123rf.com
Muladhara Chakra - das Wurzel-Chakra
von/ durch Nick
am Jul 03 2016
Muladhara Chakra - das Wurzel-ChakraWas sind Chakras?Der Begriff "Chakra" bedeutet übersetzt "Rad" und ist eine Andeutung auf Energiezentren, die ebenfalls rund verlaufen. Chakras können offen oder geschlossen sein und werden als Zentren subtiler Lebensenergien betrachtet. Diese sind Lagerplätze von Energiekräften und Energiezentren. Ein Chakra ist ein Stadium des Bewusstseins und vermittelt ein Gefühl der Freude oder Glückseligkeit. In jedem Chakra herrscht eine Göttin oder ein Gott, wobei jedes Chakra durch eine bestimmte Tierart repräsentiert wird. Ein Chakra besitzt eine feste Anzahl von Blütenblättern, welche die Nadis repräsentieren. Farben, Mantras und Bija sprechen die einzelnen Blütenblätter an.Was ist das Muladhara Chakra?Das Muladhara Chakra ist eines der sieben Haupt-Chakras und ist im untersten Bereich angesiedelt, weshalb es auch als Wurzel-Chakra bezeichnet wird. Der Name Muladhara Chakra setzt sich aus Mula (Wurzel) und Ahara (Stütze) zusammen. Das Chakra befindet sich am untersten Ende der Wirbelsäule. Die innere Farbe des Muladhara Chakra ist gelb bis ockergelb und soll die Farbe der Erde signalisieren. Das Muladhara Chakra ist der Sitz des Erdelements, welches als Prithivi Tattwa bezeichnet wird. Das Wurzel Chakra besitzt vier Blüttenblätter, die auch als Haupt-Nadis, d.h. als Energie-Kanäle bezeichnet werden. Die Blätter des Chakras sind rot und das Yantra ist ein Quadrat.Der elefantenköpfige Gott Ganesha regiert das Chakra und symbolisiert Ausdauer, Segen, Festigkeit und den Beginn. Der Gott Brahma ist der Schöpfer und regiert das Chakra ebenfalls, weshalb das Chakra als Wurzelchakra der gesamten Schöpfung zu betrachten ist. Die Göttin im Muladhara Chakra ist Dakini, welche auf einem roten Lotus sitzt. Die Göttin Dakini strahlt manchmal in Weiß, aber zumeist in Rot. Das schöne Gesicht mit drei Augen wird von vier Armen, einem Dreizack, einem Stab und einem Schädel ergänzt. Ähnlich wie der Gott Brahma wird die Göttin in vielen Situationen mit einem Trinkgefäß und einem Schwan dargestellt. Das Muladhara Chakra steuert den Geruchssinn, der über Partikel Gerüche aufnimmt. Das Chakra-Tier ist der Elefant. Kein Wunder: Dieses ist das schwerste und größte Säugetier der Welt.Wissenswertes über das Muladhara ChakraDem Muladhara Chakra wohnen besonders positive Eigenschaften inne. Die Eigenschaften, die dem Muladhara Chakra am häufigsten zugesprochen werden sind Gleichgewicht, Ausdauer, Ruhe, Beständigkeit, Sparsamkeit, Realitätssinn, gesunder Menschenverstand und Prinzipientreue. Die Motivationen im Muladhara Chakra sind Essen, Schlafen und Trinken - eben alles, was in Verbindung mit Selbsterhaltung steht. An der Spitze des Muladhara Chakras befindet sich die Brahma Granthi, was für die Schwierigkeit steht von einer grobstofflichen zu einer feinstofflichen Wahrnehmung zu kommen. Die Aktivierung des Chakras kann auf verschiedene Arten erfolgen.Mit speziellen Meditationen kann das Chakra gestärkt werden. Dazu gehören vor allem Visualisierungen von Bergen, Bäumen und Wurzeln. Eine Stärkung kann auch durch Affirmationen erfolgen wie zum Beispiel "Ich bin gut verwurzelt" oder "Ich finde Zugang zu meinen Wurzeln". Gleiches gilt für spezielle Pranayamas und Mantras. Die Ausführung der erforderlichen Meditationen erfordert Zeit und Erfahrung. Durch eine erhöhte Konzentration und einen geübten Körper und Geist kann der Effekt von Meditationen erheblich gesteigert werden, was zu einer besseren Verbindung zum Chakra führt. Das Muladhara Chakra ist die Grundlage des menschlichen Energiezentrums. Im Muladhara Chakra liegt der Ursprung des Kanda, der Wurzelknolle. Das Chakra ist der Ursprung der drei Haupt-Nadis, weshalb die freigesetzte Energie über die feinstoffliche Wirbelsäule herauf wandert. Als Sitz der kosmischen Energie des Menschen ist das Chakra überaus mächtig. Dieses muss extrem stark sein, damit das machtvolle Kundalini darin aufsteigen kann.Bild © zhanna26 / 123rf.com