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Ist Yoga, so wie wir es kennen, nur ein Mythos?
von/ durch Nick
am Mai 10 2023
Ist Yoga, so wie wir es kennen, nur ein Mythos?
Nichts an Yoga ist so, wie viele Yoga-Anhänger glauben: Die Ergebnisse der Yoga-Studie des Briten Mark Singleton verblüffen und fordern den Widerspruch all derer heraus, die auf den uralten indischen Yoga-Spirit von „Körper, Geist & Seele“ vertrauen. Der Religionswissenschaftler Singleton legt in seinem Buch, das 2010 im Oxford University Press Verlag veröffentlich wurde, sehr präzise und umfassend dar: Körperbetontes Yoga ist eine relativ junge, nicht vorrangig östlich, sondern ebenso stark westlich geprägte Lehre. Fassen wir die Kernaussagen von „Yoga Body – The Origins of modern Posture Practice“ zusammen – und bilden uns unsere eigene Meinung dazu.
Yoga als winziges Rädchen in der indischen Kultur
In der westlichen Welt kennen wir Yoga meist als eine Form von Hatha Yoga. Ursprünglich soll Hatha Yoga aus Indien stammen, wo es als Teil einer Jahrtausende alten Kultur der Hindus praktiziert wurde. Singleton führt jedoch an, dass in klassischen Schriften wie den Upanishaden oder der Bhagavadgita Yoga allenfalls im Sinne von geistiger Vervollkommnung und Meditation erwähnt wird. Asanas schienen von so untergeordneter Bedeutung sein, dass sie allein der Atemkontrolle und dem meditativen Stillsitzen dienten. Versenkung war erwünscht und Asanas stellten einen Pfad unter vielen Wegen dar, den angestrebten Zustand zu erreichen. Die Verwurzelung in den alten indischen Praktiken hat demnach kaum etwas zu tun mit gesundheits- und fitnessorientierten Yogastilen des 21. Jahrhunderts. Erst das Zusammentreffen des indischen Nationalismus nach Ende der britischen Kolonialherrschaft und der europäischen Körperkulturbewegung vor gut 100 Jahren formte „unser“ Yoga, indem westliche Gymnastikübungen mit einem spirituellen Überbau veredelt wurden.
Yoga als Trendsportart des ausgehenden 19. Jahrhunderts
Der Begriff „physical culture“ kam Ende des 19. Jahrhunderts auf und hängt mit der zunehmenden Industrialisierung zusammen. Immer weniger Menschen verdienten ihren Lebensunterhalt mit Ackerbau und anderen körperlich fordernde Tätigkeiten. Viele zogen in die Städte arbeiteten dort in den Fabriken. Den Fabrikbesitzern war an der Leistungsfähigkeit der Arbeiter gelegen, und so propagierten sie die Körperkultur als nationale Aufgabe. Das Bild vom athletischen, sportlich durchtrainierten Körper wurde damals geboren und hinterließ auch in Indien Spuren. Hatha Yoga, bislang ausgeübt zur Kontrolle der Lebensenergie im Sinne von Pranayama – zur Reinigung und Versenkung – wurde zum Haltungs-Yoga. Zu einer Zeit, in der die Olympischen Spiele durch Pierre de Coubertin wiederbelebt wurden, erweckten Swami Sivananda, Paramahamsa Yogananda, Bishnu Choran Gosh und eher spirituell motivierte Vertreter wie Vivekananda oder Sri Aurobindo den Yoga-Gedanken zu einem neuen, veränderten Leben.
Was Turnvater Jahn und der erste moderne Bodybuilder mit Yoga zu tun haben
Religionswissenschaftler Mark Singleton, der in Santa Fe lebt und dort am St. John’s College lehrt, stellt nicht einfach nur provokante Behauptungen auf. Er untermauert seine Thesen mit historischen Quellen, hat Zeitzeugen befragt und Erkenntnisse der modernen Yogaforschung berücksichtigt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die durch Bodybuilding-Pionier Eugen Sandow beeinflusste Fitnesswelle in Indien zum Ende des 19. Jahrhunderts auch eine politische Bedeutung hatte, die vergleichbar ist mit der deutschen Turnerbewegung nach „Turnvater“ Ludwig Jahn. Indische Männer wollten ihren Körper kräftigen, um sich von den Kolonialherren zu lösen. Zugleich übernahmen sie die Trainingsmethoden aber zum Teil aus der britischen Armee. Durch die Vermischung mit einem hinduistisch, tantristisch, philosophisch und neugeistlich geprägten Kontext verliehen sie der Körperkultur eine eigene Ausrichtung und einen ganz neuen Gesundheitsaspekt. Die Legende von „Körper, Geist und Seele“ stammt aus dieser Zeit, ist also gerade mal rund 100 Jahre alt. In der traditionellen Yogaphilosophie sind Geist und Seele eins, es gibt keine Unterscheidung.
Singletons Schlussfolgerungen
Yoga ist ein spannendes transnationales Phänomen. Philosophische Traditionen und über Jahrhunderte gesammelte Erkenntnisse im Zusammenhang mit Energieflüssen und Bewusstseinszuständen formten sich durch weltkulturelle Begegnungen und wissenschaftlichen Fortschritt zu einer neuen Methode. Moderne Yogastile sind durch den Kulturwandel entstanden und verändern sich weiterhin. Genau das macht Yoga, diese Methode, die weder Sport noch Religion oder Medizin ist, und doch von allem etwas in sich trägt, so einzigartig.
Bild © StudioM1

Die 10 beliebtesten Yoga-Stile: Welcher passt zu Dir?
von/ durch Stefan
am Dez 13 2022
Abwechslung gefällig? Lust auf eine Sportart, die genau Deinen Vorstellungen und Deinem Körper entspricht? Yoga kann Dir helfen. Dank der verschiedenen Arten ist es möglich, genau auf Deine individuellen Wünsche einzugehen. In diesem Beitrag lernst Du die besten Stile kennen, die Du in Deinen Alltag integrieren kannst. Sei gespannt und bereite schon mal Deine Matte vor.
Warum ist Yoga so beliebt?
Dank der Vielseitigkeit kann Dir Yoga in allen möglichen Lebenslagen dienlich sein. Egal, ob Du auf der Suche nach einer ruhigen Sequenz oder nach der puren Herausforderung bist – die Auswahl ist riesengroß.
Yoga kann Dir bei folgenden Problemen helfen:
Stress
Mobilisation Deines Körpers
das Schlafverhalten verbessern
Balance zwischen Geist, Körper, Seele
das körperliche Wohlbefinden erhöhen
flexibler werden
Die Auswirkungen hängen natürlich immer von der jeweiligen Yoga-Praxis ab; jeder Stil wirkt sich unterschiedlich auf den Körper aus.
Welche Yoga-Stile sind die beliebtesten?
Im nachfolgenden Abschnitt möchten wir Dir die tollsten Yoga-Arten vorstellen, damit Du für Dich das Passende auswählen kannst.
1. Yin Yoga
Wenn Du Dich bereits ein wenig mit Yoga auseinandergesetzt hast, dann kennst Du bestimmt Yin Yoga, eine der bekanntesten Yoga-Arten. Diese Yoga-Praxis ist besonders für Anfänger geeignet. Dieser Stil zeichnet sich nicht durch eine starke Bewegung aus, sondern viel mehr durch das Halten von wirkungsvollen Asanas. Das Dehnen des Körpers steht im Vordergrund, damit werden die Faszien gelockert und tief sitzende Blockaden können gelöst werden. Die Dauer der einzelnen Übungen beträgt in etwa drei bis zehn Minuten und die gesamte Einheit in etwa eine Stunde. Damit erfährst Du die besten Ergebnisse für Deinen Körper.
2. Hatha Yoga
Diese Praxis ist die älteste: So kannst Du davon ausgehen, dass diese aus vielen traditionellen Elementen besteht. Die Lehre ist über tausend Jahre alt und beinhaltet für jeden Yogi die passenden Übungen. Hier geht es um die Kombination zwischen Atmung und den stärkenden Asanas für den Körper.
3. Ashtanga Yoga
Yoga vector set. Figures yoga poses. Ashtanga Yoga
Willst Du einen richtig schweißtreibenden Yogastil ausüben? Dann ist definitiv Ashtanga perfekt für Dich. Angelehnt an den Hatha-Stil besteht Ashtanga aus sechs Sequenzen, die immer gleichbleibend sind. Das Tempo ist schnell, die Übungen sind fließend. Damit kommst Du schon mal ins Schwitzen. Wer also sagt, dass Yoga nicht anstrengend ist, hat diese Abfolgen noch nie ausprobiert.
4. Bikram Yoga
Bei diesem Yoga-Stil handelt es sich um eine abgewandelte Form vom Hatha-Yoga. Birkam Yoga wird auch als Hot Yoga bezeichnet. Das heißt, dass Du Deine Yoga-Flows nicht bei normalen Temperaturen ausübst, sondern bei einer Temperatur von 40 Grad. Die Luftfeuchtigkeit ist meist sehr hoch, sodass Du richtig ins Schwitzen kommst. Der Vorteil ist, dass der Körper dadurch richtig herausgefordert und gleichzeitig gestärkt wird. Die Sehnen, Bänder und Muskeln können durch die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit gut durchblutet werden.
Wenn Du Gewicht verlieren willst, dann ist diese Asana-Praxis genau richtig für Dich. Mit einer ausgleichenden und beruhigenden Meditation auf dem Kissen kann diese Praxis perfekt abgerundet werden.
5. Kundalini Yoga
Hands in kundalini mudra by Indian man isolated at white background. Gesture of awakening kundalini energy. Free space for your text
Willst Du Deine Lebensenergie steigern und dadurch Deinen gesamten Körper stärken? Dann könnte Kundalini Yoga mit all seinen Vorteilen dienlich für Dich sein. Auf der Matte wird der Fokus auf körperliche und meditative Elemente gerichtet. Kundalini integriert Chanting, Meditation, Atemtechniken sowie spezielle Asanas. Gemeinsam führen sie dazu, dass Deine Lebensenergie geweckt und Deine Chakren ausbalanciert werden.
6. Vinyasa Yoga
Beruhige Deinen Geist und stärke Deinen Körper mit Yoga – dafür eignet sich Vinyasa Yoga bestens dafür. Hierbei werden diverse Körperhaltungen miteinander verknüpft, es entsteht ein fließender Übergang. Um ein ganzheitliches Erfolgserlebnis verzeichnen zu können, wird am Ende meistens eine bequeme Haltung zum Meditieren eingenommen. Viele fügen an das Ende ein kurzes Shavasana ein. Das Besondere am Vinyasa Yoga ist, dass es immer ein unterschiedliches Motto haben kann; die Praxis ist anstrengend, gleichzeitig auch beruhigend und meditativ.
7. Anusara Yoga
Dieser Yoga-Stil hat etwas Besonderes in sich – er dient dazu, den Energiefluss anzuregen und das Wohlbefinden zu verbessern. Es ist ein moderner Yogastil mit Elementen aus dem Hatha-Yoga sowie dem Iyengar Yoga. Außerdem werden moderne Elemente der Bio-Mechanik verbunden. Ähnlich wie bei anderen Sequenzen werden auch hier Pranayama, Meditation sowie verschiedene Asanas miteinander verknüpft. Mit dem richtigen Guide kannst Du die besten Yoga-Übungen erlernen.
8. Power Yoga
Zu den bekanntesten Yoga-Arten gehört das sogenannte Power Yoga. Wer von Vinyasa Yoga und Ashtanga Yoga nicht genug bekommen kann, sollte Power Yoga ausprobieren. Die Kreativität der einzelnen Sequenzen spielt eine bedeutende Rolle, gleichermaßen die festen Abfolgen, wie wir es aus dem Ashtanga Yoga kennen. Die Yoga-Einheiten helfen Dir dabei, Deinen Körper zu stärken und gleichzeitig Deine Balance zu schulen. Diese Yoga-Form ist hilfreich für Dich, wenn Du auf Fitness und gleichermaßen ein ganzheitliches Wohlbefinden zwischen Körper, Geist und Seele Wert legst.
9. Iyengar Yoga
Du möchtest den Fokus auf den körperlichen Aspekt richten? Dann ist Iyengar Yoga ideal für Dich. Hierbei stehen nicht die Atmung oder die Meditation an oberster Stelle. Stattdessen werden die verschiedenen körperlichen Abfolgen mithilfe von Gurt, Blöcken oder anderen Hilfsmitteln geübt. Der Fokus liegt auf die körperliche Gesundheit des Yogis.
10. Jivamukti Yoga
Ist Dir Ganzheitlichkeit wichtig? Dann probiere Jivamukti Yoga aus. Dieser Stil geht weit über die Yogamatte hinaus, d.h. dass Du Dich nicht nur während der paar Minuten auf der Matte auf Dich konzentrierst. In diesem Stil sind Meditation, Chanting und das Auseinandersetzen mit den heiligen Schriften essenziell. Zudem richtet sich der gesamte Weg darauf aus, alles in Mitgefühl und in Freiheit zu sehen.
Dieser Stil ist nicht für jedermann geeignet. Wenn Du Dich aber bereit dafür fühlst, spirituell zu wachsen, Deine Yoga-Praxis zu verbessern und Dich stets weiterentwickeln willst, kannst Du diesen Zugang über Jivamukti Yoga erreichen.
Was ist der richtige Stil für Dich?
Auf diese Frage gibt es keine direkte Antwort. Wer sich noch nicht gut damit auskennt, könnte ein Yoga Retreat besuchen. Hier lernst Du verschiedene Stile kennen. Neben den anderen Arten sind auch Aerial Yoga oder Acro Yoga sehr beliebt. Hier wird der Fokus auf die Körperspannung gerichtet und die Übungen werden beispielsweise am von der Decke herunterhängenden Tuch ausgeführt.
Ansonsten höre immer auf Dein Bauchgefühl und Deinen Körper. Dieser sagt Dir stets, ob er eine herausfordernde, schweißtreibende Einheit bevorzugt oder lieber eine zum Herunterkommen. Im besten Fall werden die verschiedenen Yoga-Übungen regelmäßig miteinander kombiniert, sodass Du von allem profitierst.
Welche Yoga-Arten magst Du und übst Du regelmäßig aus?

Hatha Yoga: der sanfte Weg zu einem neuen Körpergefühl
von/ durch Nick
am Aug 11 2021
Hatha Yoga: der sanfte Weg zu einem neuen Körpergefühl - ©iStock.com/Jacob Ammentorp Lund
Hatha Yoga ist wohl die bekannteste Form der uralten Körperarbeit. Beschäftigen sich absolute Anfänger mit Yoga, dann kommen sie meist zuerst mit diesem Yoga-Stil in Kontakt. Hier werden viele Asanas, wie der berühmte Sonnengruß, praktiziert, die auch allen Nicht-Yogis bestens bekannt sind. Wenn Menschen also mit Yoga beginnen, handelt es sich meist um eine Form des Hatha Yoga. Es bietet die perfekte Mischung aus abwechslungsreichen körperlichen Übungen, Pranayama und Meditation und hilft Dir dabei den Körper zu kräftigen und zur inneren Ruhe zu finden.
Was ist Hatha Yoga?
Beim Hatha Yoga bekommst Du das volle Yoga-Programm. Du lernst viele verschiedene Asanas, also die Körperübungen, kennen und auch Atemübungen (Pranayama) sind Teil jeder Stunde. Die meisten Yoga-Einheiten enden mit einer mehr oder weniger langen (Tiefen-)Entspannung. Gerade Anfänger kommen mit Hatha-Yoga sehr gut zurecht und genießen diesen körperlichen Einstieg. Denn die Yoga-Übungen lassen sich relativ einfach lernen und ein schnelles Erfolgserlebnis ist Dir dadurch sicher.
Die drei Säulen des Hatha Yoga:
• Körper• Atem• Meditation
Die perfekte Mischung: Asanas, Pranayama und Meditation
Der Ablauf einer Hatha Yogastunde ist meist nach folgendem Prinzip aufgebaut. Nach dem Aufwärmen des gesamten Körpers folgen verschiedene Yoga-Übungen. Anders als beim Ashtanga Yoga, bei dem immer dieselben Übungsreihen praktiziert werden, folgen die Übungen keiner festgelegten Reihenfolge. Oft wird der Sonnengruß zum Aufwärmen genutzt.
Bekannte Asanas wie die Kobra, der herabschauende Hund oder der Krieger folgen. Wichtige Bestandteile sind auch die Atemübungen (Pranayama) und die Meditation zum Abschluss. Hier liegt man meist entspannt im Shavasana auf der Yogamatte und spürt im Körper nach, was die Yoga-Übungen bewirkt haben. Der Geist ist völlig entspannt und Du fühlst Dich erholt.
Wirkung einer uralten, heilsamen Kraft
Bei den Übungen – es gibt mehrere Dutzend, die vor mindestens 650 Jahren aufgeschrieben wurden, deren Entwicklung aber höchstwahrscheinlich noch einige Jahrhunderte älter ist – verschwinden Hektik, Sorgen und Probleme: (Hatha-)Yoga ist allgemein bekannt für seine regenerierende Wirkung. Wer sich mit (Hatha-)Yoga intensiver beschäftigt, stößt außerdem schnell auf weitere Themen wie eine gesunde (vegetarische) Ernährung und einen achtsamen, respektvollen Umgang mit allen Lebewesen.
Aus all dem lernen wir, wie unmittelbar unser Denken, Fühlen, Handeln und Sein zusammenhängen! Fangen wir also mit ganz kleinen Schritten an. Beispielsweise mit dem gelassenen Ein- und Ausatmen: nur den Atem beobachten, nicht beeinflussen. Und schon finden wir zu einer ersten Entspannung, ganz ohne Meditation.
Ganzheitliche Wirkung des Hatha Yoga
Wer Hatha Yoga regelmäßig übt, kommt schnell in den Genuss der ganzheitlichen positiven Effekte. Denn es wirkt gleichermaßen auf Körper, Seele und Geist. Die positiven Wirkungen sind überdeutlich. Sehnen und Bänder werden beweglicher, die Organe und das innere Feuer kommen in Schwung; in der folgenden Entspannung liegt das Loslassen und damit die Rückkehr von Ruhe und Gelassenheit. „Ha“ ist die Sonne, die heiße Kraft, „Tha“ der Mond, die Kühle. Aber „Hatha“ heißt eben auch Anstrengung.
Positive Auswirkungen des Hatha Yoga:
• Verspannungen werden gelöst• mehr Gelassenheit im Alltag• der Geist kommt zur Ruhe• Verbesserung der Körperflexibilität• Stress wird gemindert• wirkt beruhigend auf das Herz-Kreislauf-System• Kräftigung des Körpers• Immunsystem wird gestärkt• Stoffwechsel kann angekurbelt werden• der Körper ist von mehr Energie erfüllt
Für wen ist Hatha Yoga geeignet?
Das beliebte Hatha Yoga ist vom absoluten Anfänger bis zum fortgeschrittenen Yogi bestens geeignet. Die Asanas werden über längere Zeit gehalten und der Körper im gesamten gekräftigt. Hatha Yoga kann von Jung bis Alt geübt werden. Es gibt unzählige Asanas und individuelle Varianten die Dir angeboten werden können, wenn Du körperliche Beschwerden hast.
Wenn Yoga im Stehen z.B. nicht mehr möglich ist, kann es auch im Sitzen praktiziert werden. Dein Yogalehrer achtet auf die richtige Ausführung, gibt Dir zu jederzeit Hilfestellung und weiß genau welches Asana das richtige für Dich ist. Also hab keine Angst, wenn Du absoluter Anfänger bist. Unter der Anleitung eines Profis und mit Unterstützung der anderen lieben Yogis aus Deinem Kurs wirst Du sehr schnell in die wohltuenden Yoga-Übungen hineinfinden.
Mehr Gelassenheit durch Hatha-Yoga
Yoga ist ein Gesamtkonzept, das sich auch für westliche Menschen intensiv leben lässt. Doch kaum jemand hat Zeit, mehrere Stunden am Tag in einer meditativen Stellung zu verharren. Du hast im Alltag nur wenig Zeit? Schon 15 Minuten Hatha täglich werden Dir helfen, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.
Übe am besten direkt nach dem Aufstehen und starte nach der Praxis munter in den Tag. Wenn Du Dir mehrmals pro Woche Zeit für ein intensives Yoga Training nimmst, wirst Du die positiven Effekte schnell spüren. Egal ob Du nur eine halbe Stunde pro Woche für Yoga aufbringen kannst oder jeden Tag Zeit für Yoga-Einheiten findest: (Hatha-) Yoga wird Dein Leben bereichern!
Achtsamkeit und Konzentration
Eines ist aber auch klar: Hier geht es um mehr als reine Gymnastik. Yoga hat mit Achtsamkeit und Konzentration zu tun. Die Übungen werden individuell ausgeführt, jeder übt nach seinem Können. Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zu normalen Sportprogrammen: Yoga ist kein Leistungssport, obwohl er einiges an Leistung abverlangt. Jung und Alt kann jederzeit damit anfangen. Wer nicht liegen kann, wählt Übungen im Sitzen; kommen die Beine nicht weit genug nach oben, ist eben diese kleinere Bewegung genau richtig. Die meist langsamen, aber trotzdem anstrengenden Bewegungen und der meditative Charakter der Übungen ergeben ein großes Ganzes. Während der Körper bewegt wird oder in einer Stellung verharrt, kommt auch der Geist zur Ruhe.
Du brauchst nur eine passende Yogamatte
Tatsächlich lassen sich die Asanas wunderbar täglich ausführen. Du kannst mit anderen Yogis im Studio üben oder zu Hause praktizieren, wenn Du die Übungen und Deinen Körper gut kennst. Und Du brauchst nicht viel mehr als bequeme Yoga-Kleidung und natürlich eine gute Yogamatte. Vielleicht legst Du Dir auch ein Handtuch zurecht. Mit der Zeit wirst Du Dir sicher eines Tages ein spezielles Meditationskissen oder das ein oder andere Yoga Zubehör anschaffen. Bei yogabox.de findest Du alles Nötige und bekommst auch Antworten auf viele Fragen.
Hatha Yoga ist sehr beliebt
Es ist also kein Wunder, dass Hatha Yoga als mildere Variante für die meisten Menschen geeignet und ihnen auch willkommen ist. Die Beliebtheit der vielfältigen Kurse durch anerkanntes, ausgebildetes Fachpersonal ist bis heute ungebrochen. Selbst spät am Abend besuchen viele Menschen sehr gern ihre Übungsstunden. Hier finden sie eine nette Runde Gleichgesinnter und praktizieren gemeinsam Übungen, Pranayama und Meditation.
Uns und allen Yoga-Begeisterten kann es allerdings nur recht sein, wenn Hatha-Yoga „hip“ ist. Denn jeder, der dabei bleibt, wird bald feststellen, dass hinter dem Yoga-Konzept sehr viel mehr als eine Modeerscheinung steckt. Denn Yoga ist uralt und millionenfach bewährt. Und das bekommt jeder Trainierende sehr bald zu spüren.
Praktizierst Du regelmäßig Hatha Yoga? Welche Wirkung des Yoga genießt Du am meisten? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar, unsere yogabox.de Community freut sich auf Dich!
von/ durch Nick
am Jun 27 2016
Prana Mudras - Atem-MudrasMudras werden gern als das Herzstück von der Hatha Yoga Praxis bezeichnet. Frei übersetzt bedeutet der Begriff "Mudra" so viel wie "Siegel", "Zeichen" oder "Kennzeichen", aber auch "lustig" und "fröhlich". Mit Atem-Mudras kannst du dir Entspannung verschaffen, ohne dafür viel Platz oder Zeit zu benötigen. Die praktischen Mudras kannst du im Zug, im Wartezimmer und überall anders ganz schnell und unkompliziert durchführen.Die folgenden Mudras empfehlen sich für Einsteiger ebenso wie auch für Fortgeschrittene. Ihre variablen Effekte machen sie zur vielseitigen Hilfe, wichtig ist dabei, dass sie gleichmäßig durchgeführt werden. Sie sollten mit einer bestimmten inneren Ausrichtung stattfinden und können auch mehrmals am Tag ausgeübt werden. Hilfreich ist bei allen folgenden Mudras, wenn du dir vorstellst, dass deine Finger wie Magneten aneinander haften.1. Chin MudraDas Chin Mudra steht stellvertretend für Selbstverwirklichung. Es begünstigt zudem den Energiefluss im Körper und wirkt sich positiv auf die Achtsamkeit aus. Für diese meditierende Haltung musst du deine Zeigefinger und Daumen zusammendrücken, die Hände legst du ganz entspannt auf den gekreuzten Beinen ab. Während du dieses Mudra überall durchführen kannst, empfiehlt sich das Unterlegen einer Matte, um einen bequemen Sitz für die Meditation zu finden. Die Übung kannst du entweder zeitgleich durchführen oder indem du zuerst die Finger der rechten Hand verbindest, sie ablegst und dann die linke Hand nachziehst. Die drei Finger, die nicht zusammengeführt werden, befinden sich immer in möglichst gerader Position.2. Chinmaya MudraDas Chinmaya Mudra ist eine Abwandlung vom Chin Mudra. Der Unterschied manifestiert sich in der Haltung der Finger, auch wenn weiterhin der Daumen und Zeigefinger zueinander geführt werden. Auch hier begibst du dich mit gekreuzten Beinen auf den Boden beziehungsweise eine Matte. Die zusammengeführten Daumen und Zeigefinger formen einen Ring, die weiteren drei Finger der Hand werden in die Handfläche zusammengerollt. Achte darauf, dass sich deine Finger lediglich berühren, nicht aber gegenseitigen Druck auswirken. Die Hände werden erneut auf die Beine abgelegt, die Handflächen zeigen nach oben. Hier kannst du deine innere Energie und Ruhe finden, deinen Atem verfolgen und Stress abwerfen.3. Adhi MudraAdhi Mudra hat eine heilende Wirkung bei Traurigkeit, beruhigt das Nervensystem und begünstigt die Sauerstoffzufuhr in den unteren Teilen des Körpers. Für diese Übung platzierst du deinen Daumen auf deinem kleinen Finger, die weiteren Finger verkrümmen sich so, dass deine Hand eine Art Faust ergibt - ohne die einzelnen Finger aber kraftvoll gegeneinander auszurichten. Während der Haltung dieser leichten "Faust", kannst du Atemübungen durchführen. Atme für vier Sekunden ein, für drei Sekunden aus, für sechs Sekunden ein und wieder für drei Sekunden aus. Das stärkt die Funktionsweise der inneren Organe, erhöht die Lungenkapazität und hat einen beruhigenden Effekt.4. Brahma MudraDas Brahma Mudra lässt sich fast überall ausführen und benötigt kaum mehr als fünf Minuten deiner Zeit. Es hilft unter anderem bei Verspannungen, beispielsweise in der Nacken- oder Schulterpartie. Bring deine Finger in die gleiche Position, wie auch schon beim Adhi Mudra, nur dass du deine Hände im Anschluss in Höhe des Bauchnabels führst. In dieser Position kannst du erneut Atemübungen ausführen und den Lauf des Atems in aller Ruhe verfolgen. Versuch dir ganz bewusst aufzuzeigen, wie der Sauerstoff deinen Körper durchdringt und damit einen positiven Effekt auf den Geist und Körper einnimmt.5. Hakini MudraDas Hakini Mudra hilft dir beim Entspannen, vertieft die Atmung und hat einen positiven Effekt auf den gesamten Organismus. Du versorgst dein Gehirn aktiv mit wertvollem Sauerstoff, wodurch sich auch deine Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit steigert. Für das Hakini Mudra legst du alle Fingerspitzen beider Hände leicht aufeinander. Während deine Zunge locker im Mundraum liegt, atmest du schließlich tief ein, hältst die Luft für vier Sekunden und atmest sie dann behutsam wieder aus. Das kannst du ungefähr 10 bis 12 Mal wiederholen, wobei du bereits nach den ersten Atemzügen feststellen kannst, dass das Zwerchfell weicher wird. Es tritt eine beruhigende Wirkung ein, die dir schon nach einigen Zügen hilft, dich weiter auf die Zirkulation der Luft zu fokussieren. Das Hakini Mudra kannst du im Stehen oder Sitzen ausführen.6. Vishnu MudraDas Vishnu Mudra hilft deinem Körper die Atmung zwischen dem linken und dem rechten Nasenloch zu regulieren. Trotz dieser Wechselwirkung, führst du das Vishnu Mudra aber nur mit der rechten Hand aus. Öffne diese und beuge sowohl deinen Mittel- als auch den Zeigefinger leicht ein, um die Fingerkuppen dieser beiden Finger auf den Daumenballen abzulegen. Danach bewegst du den Daumen zum Ringfinger hin, während dieser und der kleine Finger eng aneinander liegen. Die rechte Hand legst du dann so an die Nase, dass das letzte Glied vom Daumen direkt am rechten Nasenflügel liegt. Die Kuppe vom Ringfinger liegt auf dem linken Nasenflügel. Du kannst dann jeweils ohne großen Druck ein Nasenloch verschließen, um durch das andere zu atmen - es entsteht Nadi Shodhana: die Wechselatmung.Bild © elenaray / 123rf.com
von/ durch Nick
am Feb 15 2016
Hatha Yoga ÜbungenHatha Yoga ist eine Richtung des Yoga, die – in Abgrenzung zu spirituellen Yogaformen – als eine körperliche Form des Yoga gilt. Die Variante wird dabei als eine eigene Stufe auf dem Weg zum spirituellen Yoga verstanden.Der Begriff "Hatha" bedeutet in der Sprache Sanskrit so viel wie Kraft und Hartnäckigkeit. Hiermit ist die Anstrengung gemeint, die erforderlich ist, um durch Übung und Hinwendung das Ziel zu erreichen.Hatha Yoga lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Es wurde in der berühmten klassischen Yogaschrift Hathapradipika vom Yogi Svatmarama benannt. Die Sichtweisen zum Hatha Yoga sind komplex und vielschichtig. Unterschiedliche Yogi hatten unterschiedliche Ansichten, was dazu führte, dass es heute insgesamt drei zentrale Werke darüber gibt. Neben der Hathapradipika sind dies die Gherandasmhita und die Shivasamhita.In der heutigen Zeit wird vor allem in Westeuropa und im amerikanischen Raum Hatha Yoga praktiziert. Wenn hier allgemein von "Yoga" die Rede ist, wird darunter mehrheitlich die Form des Hatha Yoga verstanden. Die zugehörigen Übungen sind sehr umfangreich und komplex. Es gibt im Wesentlichen Reinigungsübungen, Körperstellungen, Atemübungen und Energieübungen.Kriyas - Die ReinigungsübungenIm Hatha Yoga zählen die Kriyas (Sanskrit: Handlung, Tat) - Techniken zu den zentralen Yoga-Übungen. Sie werden als Reinigungsübungen bezeichnet, um die Entschlackung des Körpers, vor allem der Körper-Hohlräume und die damit verbundene Gesunderhaltung zu definieren.Es gibt neben zahlreichen einzelnen kleinen Übungen sechs zentrale Hauptübungen, die als die wichtigsten gelten und in der berühmten Yoga-Schrift Hathapradipika aus dem 14. Jahrhundert beschrieben sind.1.) Trataka – Reinigung des Tränenflusses der Augen durch Fixieren eines Punktes2.) Neti – Reinigung der Nase durch Zuhilfenahme eines Fadens oder einer Spülung3.) Kapalabhati – Reinigung der Lunge durch Schnellatmung4.) Dhauti – Reinigung des oberen Verdauungskanals vor allem durch Spülungen5.) Nauli – Reinigung des Darms durch Kreisbewegungen der Bauchmuskulatur6.) Basti – Reinigung des Dickdarms überwiegend durch SpülungenAsanas – Die KörperstellungenAsanas sind Stellungen beziehungsweise Übungen, die auf den ganzen Menschen wirken und sowohl die körperliche Realität als auch die geistige Perspektive ansprechen. Der Begriff aus dem Sanskrit bedeutet "feste Körperstellung" und definiert damit den Fokus dieser Übungen auf das Halten einer Übungssituation für mehrere Sekunden. Die Übungen basieren auf sanften und ausgesprochen langsamen Bewegungsabläufen und können grundsätzlich von allen Menschen ohne Altersbeschränkung ausgeführt werden. Die Stellungen werden in einer meditativen Grundhaltung absolviert. Sie stärken den Körper, helfen ihm im Bedarfsfall bei der Gesundung und halten Gliedmaßen und Gelenke bei regelmäßiger Ausführung geschmeidig.Pranayama – Die AtemübungenDie genannten Reinigungsübungen gelten zusammen mit den Asanas-Stellungen als wesentliche Voraussetzung, um Pranayama, die Atmung im Yoga, überhaupt erst durchführen zu können.Atemübungen sind im Hatha Yoga zentral, um Körper und Psyche nachhaltig zu beleben. Sie vermitteln einen Zugang zur eigenen Lebensenergie und helfen bei der Bewältigung von Stress und Anspannung. Es gibt Übungen zur Bauchatmung, sowie zur Schnellatmung, um den Körper zügig mit Sauerstoff zu versorgen. Übungen der Wechselatmung gleichen die emotionale Befindlichkeit aus und gelten als vorbereitend für eine Meditation.Ideal an den Atemübungen ist die Durchführbarkeit in zahlreichen Alltagssituationen. Selbst Menschen, die krank und eingeschränkt in ihrer Beweglichkeit sind und deshalb vielleicht keine körperlichen Yoga-Übungen durchführen können, profitieren erheblich von den Atemtechniken.Mudras – Die EnergieübungenBei den Energielenkungsübungen gibt es sogenannte kleine und große Mudras. Alle Mudras werden mit den Händen beziehungsweise den Fingern durchgeführt.Die kleinen Mudras beziehen sich auf einzelne Partien des Körpers. Typische Übungen haben die Aufgabe, die jeweiligen Körperstellen energetisch zu beeinflussen.Die großen Mudras beinhalten mehrere kleine Mudras und darüber hinaus spezifische Techniken der Atmung und Visualisierung.Mudras wird nachgesagt, einen besonderen Zugang zur Meditation zu bieten. Ihnen werden Heilkräfte zugeschrieben, die eine hohe energetische Wirkung haben.Bild © byheaven / 123rf.com
Die zwölf wichtigsten Asanas im Hatha Yoga
von/ durch Nick
am Jan 29 2016
Die zwölf wichtigsten Asanas im Hatha YogaHatha Yoga gehört zur bekanntesten und auch beliebtesten Yogarichtung weltweit. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern »ha« was »Sonne« bedeutet und »tha«, was für »Mond« steht, zusammen.Der aus dem Sanskrit stammende Ausdruck »Hatha« signalisiert soviel wie »kraftvoll, bewusst«. Daraus lässt sich schließen, dass die Übungen unter anderem mit Kraft oder Anstrengung absolviert werden.Das Besondere daran ist, dass diese Asanas Deinen Körper, Geist und Seele stärken. Dadurch öffnen sich die Chakren und die Energien fließen wieder frei.Schon sehr bald bemerkst Du, dass Du seelisch und körperlich viel ruhiger und ausgeglichener sein wirst. Je intensiver Du Hatha Yoga betreibst, desto fokussierter und energiegeladener wird sich Dein ganzes Sein gestalten.Die wunderbaren Wirkungen, wie Stressabbau, Linderung bzw. Heilung von Rückenschmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, etc. animieren Dich zur Weiterentwicklung auf diesem Gebiet.Doch kommen wir nun zu den wichtigsten zwölf Übungen, die die Basis, nebst der verschiedenen Atemübungen, bilden.Sirsasana bedeutet Kopfstand und wird als »König der Asanas« tituliert. Als erste dieser Übungen, balancierst Du auf Deinen Ellenbogen, Armen und Deinem Kopf. Um diese Position perfekt auszuführen, benötigst Du natürlich etwas an Ausdauer. Jedoch wirst Du erstaunt sein, wie sehr sie hilft, viele Leiden und Krankheiten zu lindern bzw. zu heilen. Vor allem für Berufstätige, die den ganzen Tag am Schreibtisch verbringen müssen, ist der Kopfstand das ideale Mittel zur Regenerierung.Sarvangasana oder Schulterstand. Im Gegensatz zum Kopfstand ruht Dein Körper auf Deinen Schultern. Sehr wichtig ist eine ruhige und normale Atmung. Versuche, die Stellung für einige Sekunden zu halten. Mit der Zeit kannst Du sie auf mehrere Minuten ausdehnen.Mit dieser Position wird vor allem Deine Hals- und Brustregion gedehnt und insgesamt der Körper gestärkt.Halasana wird auch Pflug genannt. Ebenso geht es hierbei darum, Deine Brust- und Halsregion zu stretchen.Durch den nach vorne gebeugten Torso wird hauptsächlich die Wirbelsäule gedehnt, wie auch die Schultern und die Halswirbelsäule. Anschließend entspannt Dein Körper in der Totenstellung, der Savasana. Auf die richtige Atmung sollte geachtet werden.Matsyasana oder Fisch. Diese Position öffnet Deinen Brustkorb und hilft Dir, besser zu atmen. Besonders Personen, die Probleme mit Bronchien haben, profitieren davon. Zudem wird die Atmung tiefer und relaxter.Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Du Haltungsschäden korrigieren kannst, da durch diese Asana der Druck auf die Nerven reduziert bzw. eliminiert wird.Die Paschimothanasana oder Vorwärtsbeuge zählt zu den wichtigsten Asanas überhaupt.Durch Druck, der auf der Wirbelsäule lastet, empfinden wir Verspannungen und Schmerzen. Dank dieser Übung wird sie entlastet. Zudem bewirkt sie, dass Deine Gelenke, Organe und das Nervensystem verjüngt werden und so besser funktionieren.Wichtig bei dieser Bewegung ist, dass Du nichts erzwingst. Atme Dich sozusagen in die Haltung hinein und versuche, sie für mindestens 30 Sekunden zu halten.Bhujangasana oder Kobra. Hierbei musst Du unbedingt darauf achten, dass Du den unteren Rücken nicht zu sehr belastest. Es dürfen keine Schmerzen entstehen. Richte ganz langsam Deinen Körper auf und bewege ihn nach hinten. Konzentriere Dich auf die Rückenwirbel und spüre oder visualisiere, wie sie sich einzeln aufrichten.Es wäre gut, wenn Du diese Position für eine Minute halten könntest. Wer will, kann dies mehrere Male wiederholen.Bhujangasana verbessert vor allem die Verdauung, stärkt Deinen Rücken, hilft bei Stress, bringt Linderung bei Atemproblemen und kräftigt die Gesäßregion.Bei der Shalabhasana oder Heuschrecke gibt es die halbe und volle Variante. Beginne mit der Ersten, bei der nur ein Bein nach oben gereckt wird. Wichtig ist, dass Du das Kinn weit vorstreckst. Dadurch dehnt sich Deine Wirbelsäule. Mit etwas mehr Training bist Du dann fähig, die volle Version, bei der beide Beine gleichzeitig hochgestreckt werden, zu meistern.Diese Übung bewirkt viele Heilwirkungen, unter anderem wird die Darmfunktion stabilisiert.Dhanurasana bedeutet auch Bogen. Du balancierst praktisch auf Deinem Bauch. Versuche in dieser Stellung ruhig ein- und auszuatmen. Mit mehr Training kannst Du diese Position ebenfalls länger halten.Die positive Wirkung erstreckt sich auf den kompletten Rücken und zeigt sich in zunehmender Flexibilität. Deine Atmung wird verbessert, des Weiteren dehnen sich Oberschenkel und Arme. Ideal ist diese Übung vor allem für Gesäß, Beine und Bauch.Ardha Matsyendrasana oder Drehsitz. Dabei dehnt sich die gesamte seitliche Wirbelsäule. Diese Asana stärkt die Wirbel. Ebenso werden die Nervenwurzeln mit Nährstoffen versorgt.Bei der Kakasana, auch Krähe genannt, geht es vornehmlich darum, das geistige und körperliche Gleichgewicht zu entwickeln und zu stärken. Diese Position erfordert intensivere Übung. Mit der Zeit stärkt sie insbesondere die Unterarme und die Handgelenke.Die Hand-Fuß-Stellung oder Pada Hasthasana festigt vor allem Deine Beine und Hüften und wirkt sich positiv auf die Balance aus. Neben Stabilisierung der Wirbelsäule wird das Gehirn vermehrt durchblutet und dadurch die Konzentration gefördert.Dreieck oder Trikonasana wird die letzte der zwölf Asanas genannt. Dabei wird eine seitliche Biegung des Körpers erreicht, die ihn geschmeidiger und flexibler transformiert. Vor allem Schultern, Beine und Hüften profitieren davon.Bild © hofred