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Spielmatten für Kinder - Turnen, Toben und die ersten Yogaübungen
von/ durch Nick
am Mär 03 2016
Spielmatten für Kinder - Turnen, Toben und die ersten Yogaübungen
Schon die kleinsten Kinder spüren einen enormen Bewegungsdrang und schulen ihre motorischen sowie mentalen Fähigkeiten durch Bewegung und die eigene Körperwahrnehmung. Fortgesetzt wird diese Entwicklung durch das Krabbeln und die ersten spielerischen Turnübungen, bei denen Du Dein Kind begleiten und anleiten solltest. Das Zusammensein mit dem Kind sowie Deine sanften und unterstützenden Berührungen beim Ausführen einfacher Übungen stärken die Eltern-Kind-Beziehung und schaffen nachhaltiges Selbstvertrauen. Dein Kind wird sich deutlich mehr zutrauen, wenn es von Dir gehalten und gefördert wird, sodass Du so den Grundstein für ein gesundes und bewusstes Leben schon im Kleinkindalter setzen kannst.
Spielmatte statt Krabbeldecke
Die handelsüblichen Krabbeldecken, die oft Kleinkinder gegen die Fußkälte des Bodens schützen sollen und mit abnehmbaren Motorik-Spielbögen ausgestattet sind, eignen sich naturgemäß nicht für derartige Bewegungsübungen. Sie sind häufig lediglich aus Stoff gefertigt und mit Wattierungen gepolstert, sodass sie auf dem Boden verrutschen und unbequeme Falten erzeugen können. Darüber hinaus benötigen auch kleine Kinder ausreichend viel Platz. Empfehlenswerter sind daher PVC-Matten, wie sie mitunter auch beim Yoga genutzt werden.
Extra für Kinder werden hygienische und ungiftige Spielmatten angeboten, die aus 100 % nach ÖKO-TEX-Standard zertifiziertem PVC bestehen und dennoch eine kindgerecht farbenfrohe Optik aufweisen. Selbst auf glatten Fußböden wie Parkett, Laminat oder Fliesen verrutschen diese angenehm weichen Spielmatten nicht und schützen Dein Kind wirksam vor Kälte. Die Oberfläche der Matten lässt sich darüber hinaus leicht reinigen, sodass zu Babys Freude auch ruhig einmal ohne einschränkende Windel gestrampelt und geturnt werden darf. Mit den Spielmatten für Kinder kannst Du Deinem Kind ruhigen Gewissens einen Spielraum geben - und das im wahrsten Sinne des Wortes!
Lernen durch Nachahmen
Kinder schauen sich bekanntlich viel von ihren Eltern ab. Wenn Du also regelmäßig Yogaübungen machst, kann es gut sein, dass Dein Kind gleich mit- und nachmachen möchte. Auch hierfür bieten sich die Spielmatten an, für die neben Deiner Yogamatte sicherlich noch Platz ist. Ob als Matte oder in flexibler Puzzle-Form; die Spielmatten lassen sich auch einfach mitnehmen, sodass sie beispielsweise im Freien oder in der Turnhalle genutzt werden können. So kannst Du bei Deinem Nachwuchs spielerisch das Interesse an Yoga wecken und ihn bei seinen ersten Übungen begleiten.
Natürlich eignen sich die Matten auch für die yogatypischen Entspannungsphasen, die auch Deinem Kind mental gut tun. Das weiche Material gleicht Unebenheiten des Untergrundes aus und fühlt sich angenehm warm an, was die besten Voraussetzungen für Entspannungsübungen oder kindgerechte Sinnesreisen bietet. Bei Deinem Kind kannst Du das gewollte Loslassen zur Regeneration und Entspannung dadurch unterstützen, dass Du ihm leise eine besonders schöne Geschichte erzählst oder es durch sanfte Entspannungsmusik zur Ruhe bringst. Schon Deine Stimme wird beruhigend wirken, was in Kombination mit dem Wohlgefühl auf der Spielmatte und etwas Wärme auch besonders aktive Kinder wieder in ein harmonisches Gleichgewicht aus Bewegung und Ruhephase bringen kann.
Spielen & Toben nicht vergessen
Bei allem Enthusiasmus für Yoga solltest Du nicht unterschätzen, dass auch wilde Spiele und Tobereien einen positiven Einfluss auf Dein Kind haben. Es kann dadurch überschüssige Energien oder Stress abbauen und lernt, innere Konflikte zu lösen. Auch hier bietet sich die Spielmatte an, auf der Dein Kind sich austoben kann. Durch das optimal nachgiebige und dämpfende Material werden Gelenke und Glieder geschützt, während es auf der anderen Seite für Standfestigkeit sorgt.
In Gemeinschaft spielen Kinder auch gerne etwas wilder oder tragen aus Spaß kleine Ringkämpfe aus, weshalb Spielmatten in der auf das Alter des Kindes abgestimmten Größe und Dicke von Vorteil sind. Wenn sich Dein Kind dann so richtig ausgetobt hat, kann es sich auch gleich viel besser auf Yoga- oder Turnübungen konzentrieren.
Bild © krabbelunterlage.com
von/ durch Nick
am Mär 02 2016
Yoga und MeditationBegriffsklärung MeditationDer Begriff Meditation ist eigentlich ein Paradoxon, weil seine Übersetzung etwas vermittelt, das häufig als größtes Hindernis betrachtet wird. Meditation geht zurück auf den lateinischen Begriff "meditatio" und das griechische Wort "medomai". Beide Wörter bedeuten Nachdenken, Sinnieren, Überlegen.Faktisch geht es in der Meditation in erster Linie darum, sich zu konzentrieren, den Geist zu "sammeln" und nach Möglichkeit einen Bewusstseinszustand der Leere zu erreichen.Aufkommende Gedanken sollen hierbei idealerweise explizit nicht aufgegriffen und durchdacht werden. Vielmehr gilt es sie vorbeiziehen zu lassen und sich auf sich selbst zu fokussieren.Zusammenhang von Yoga und MeditationMeditation wird als wesentlicher Bestandteil des Yoga verstanden. Es gilt als eigenständige Übung und gleichermaßen als eine besondere spirituelle Praxis, die die Psyche beziehungsweise den Geist fokussieren und beruhigen soll.Meditation ist an keine spezielle Religion gebunden und kann auch von Atheisten und Agnostikern angewandt werden. Sie dient der inneren Einkehr und der unmittelbaren Nähe zu sich selbst. Yoga bietet vielfältige Techniken der Meditation, die dazu gedacht sind, den Körper und ebenso den Geist zu entspannen. Wenn sich das gesamte System in Frieden und Ruhe befindet wird Stress abgebaut, und der Körper regeneriert. Vielfach zeigen sich positive Effekte wie beispielsweise eine Regulierung von Schmerzen, Puls, sowie Blutdruck und eine Stärkung des gesamten Immunsystems. Viele meditierende Yogi geben an, dass sie ihr Alltagspensum an Arbeit und intensiven Begegnungen überhaupt nur bewältigen können, weil sie regelmäßig meditieren. Die Meditation hilft ihnen dabei, eine gewisse Widerständigkeit gegen die Anforderungen des Alltags aufzubauen und entsprechend sinnvoll mit Stressoren und den eigenen Ressourcen umzugehen. Die Meditationstechniken sind dabei hilfreicher Teil des Yoga.Viele Menschen, die Yogaübungen praktizieren, meditieren im Übrigen dabei, ohne es mitunter zu wissen. In Stille durchgeführte Asanas, bei der eine Körperhaltung über eine gewisse Zeit in Ruhe gehalten wird und eine Konzentration auf die Atmung erfolgt, ist bereits eine Form der Meditation.Formen und Rahmen der MeditationMeditationen sind häufig von vielen unterschiedlichen Aspekten begleitet, die ihr Struktur verleihen und den Meditierenden helfen, sich zu konzentrieren. Die Variationen sind dabei vielfältig und basieren in der Regel auf sogenannten Achtsamkeitsübungen oder speziellen Atemtechniken. Anderen Formen der Meditation beinhalten ein Mantra oder eine persönliche Affirmation, die in Gedanken wiederholt wird und ebenfalls der Fokussierung auf die eigene Mitte dient. Das Mantra "Om" dürfte hierbei zu den bekanntesten Formen zählen. Es ist ebenso möglich, ein deutsches Wort zu wählen, mit dem der Meditierende etwas verbindet. Ein solches persönliches Mantra kann beispielsweise "Ruhe" oder "Frieden" lauten.Hilfreich, gerade auch für Anfänger der Meditation, ist ein sich immer wiederholender Zeitraum, der fest in den Alltag eingebunden wird und dazu dient, eine generelle Regelmäßigkeit herzustellen. Als ideal gelten der frühe Morgen und die Dämmerung am Abend. Nach Möglichkeit sollte ein ruhiger und störungsfreier Raum zur Verfügung stehen, der während der Meditation von niemandem betreten wird, um Ablenkung zu vermeiden.Praktische AnwendungDas Wesentliche bei der Meditation im Yoga ist eine bequeme und aufrechte Sitzposition in Verbindung mit ruhiger Atmung. Hierbei gilt es, eventuell umherwandernde Gedanken nicht als Störung zu verstehen, sondern sie in Ruhe vorbeiziehen zu lassen. Es ist dabei nicht hilfreich, sich selbst zur Ruhe zu zwingen, denn das Gegenteil würde erreicht. Vielmehr geht es um eine Fokussierung und Konzentration auf die Atmung, was gerade am Anfang einiger Übung bedarf.Meditationsanfänger sind mit maximal fünf Übungsminuten gut beraten. Die Dauer sollte nur langsam und allmählich gesteigert werden, um sich nicht zu verspannen. Häufig kann es hilfreich sein, ein einführendes Meditationsseminar zu besuchen. In vielen Fällen sind auch einige Minuten der Meditation in einen regulären Yogakurs integriert, meist am Anfang und Ende der Übungsstunde.Bild © cmfotoworks / 123rf.com
von/ durch Nick
am Feb 29 2016
Achtsamkeit lernen durch YogaAchtsam sein ist eine Kunst, die uns ganz zu uns zurückholt. Oft sind wir mit einer Sache beschäftigt und denken schon an zwei, drei andere. In unserer hektischen Welt ist Multitasking der Begriff schlechthin für einen perfekt organisierten Menschen, der mehrere Projekte gleichzeitig am Laufen hält und meist auch erfolgreich abschließt. Im Kopf haben wir Bilder von Menschen, die die Straße entlang eilen, das Handy am Ohr halten, jemandem winken und schon an die ersten Aufgaben in der Firma denken.Nach fernöstlichen Erkenntnissen ist dies allerdings nicht der Weg zu einem erfolgreichen Leben; und zwar aus dem einfachen Grund, weil mehr nicht immer besser ist, weil materieller Erfolg nicht wirklich zufrieden macht und weil solche Personen sich aufreiben, während ihnen das eigentlich Wichtige im Leben entgeht: sie selbst und die wahre Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Ganz nebenbei steht es außer Frage, dass solch ein Leben mit mehr Stress und damit auch mit mehr Gefahren für Leib und Leben verbunden ist: Schlaganfälle und Herzinfarkte sind wahrscheinlicher als bei jemandem, der sehr achtsam lebt.Langsam lernenWer die Achtsamkeit schon einmal ausprobiert hat, weiß, dass es gar nicht so einfach ist: Klassisches Beispiel ist das Essen einer einzelnen Rosine. Erst wird sie genau betrachtet, dann mit den Fingern erspürt, zur Nase geführt und berochen, dann in den Mund geschoben, beleckt, gefühlt, ausgekundschaftet, dann zerbissen und sehr lange gekaut, um die unterschiedlichen Geschmacksnuancen herauszulesen. Wem das zu aufwendig ist, der kann es natürlich auch einfach mit seinen täglichen Arbeiten versuchen: sich bewusst die Zähne putzen, waschen und anziehen, später den Kaffee einschenken, trinken und so weiter.Es geht darum, ganz bei der jeweiligen Handlung zu bleiben und nicht gedanklich abzuschweifen; sich nicht die Schuhe anzuziehen und schon mit einem Bein aus der Tür zu sein; nicht die Mail zu beantworten und bereits in Gedanken die Unterlagen für die kommende Sitzung zusammenzustellen; nicht auf der Yogamatte zu üben und sich bereits das Outfit für die Party zu überlegen.Interessanterweise ist die fernöstliche Kunst ebenso einfach wie schwierig. Wir können unmöglich mehr als einen Gedanken denken, selbst wenn es nur Millisekunden Abstand zwischen diesem und jenem sind; und wir können immer nur eine Handlung ausführen: Es ist nicht machbar, das Baby anzuziehen und dem Großen die Schuhe zu binden; im Topf zu rühren und den Wasserkocher zu füllen; mit dem Kollegen zu reden und dem Chef zu antworten - es geht immer nur eins nach dem anderen, selbst wenn wir unglaublich schnell arbeiten und reagieren können. Beobachte dich selbst einmal und überzeuge dich von der Wahrheit dieser Aussage.Insofern ist jeder Versuch, viele Dinge parallel zu tun, stets zum Scheitern verurteilt. Ist es dann nicht viel besser, eine Sache nach der anderen zu erledigen und dabei ganz konzentriert zu sein? Die Qualität der Einzelergebnisse wird dabei eindeutig besser - und dies ist ein weiterer Grund, die oft hektische Mehrfacharbeit zu lassen. Außerdem ist mehr Ruhe sicher gesundheitsfördernd.Yoga lehrt den WegDie Yogaübungen zeigen uns, wie es geht: Wir können nur eine nach der anderen ausführen und müssen, damit sie gelingen, sehr genau arbeiten. Wir konzentrieren uns ganz auf das Geschehen, auf Becken-, Fuß- oder Rückenstellung, auf Kopfhaltung, Atmung und Gleichgewicht. Die entspannenden Momente wie das Loslassen der Gedanken oder die Toter-Mann-Stellung führen uns ebenfalls zu dem Moment, wo nichts anderes wichtig ist; es gibt nur diesen Augenblick, dieses Vorhaben, diese Übung. Der Rest der Welt ist ausgeblendet. So können wir auch im Alltag agieren: konzentriert Auto fahren, Brote schmieren oder sich auf das Gespräch mit dem Gegenüber konzentrieren. So wird beispielsweise aktives Zuhören möglich.Probiere selbst, Alltagshandlungen anders auszuführen, und erlebe den Unterschied!Bild © kraho / 123rf.com
von/ durch Nick
am Feb 28 2016
Yoga in der SchwangerschaftJede Yogaform ist auch mit einer mentalen Übung verbunden: der Konzentration auf den eigenen Körper. So kann Yoga Dir helfen, besser in Dich hineinzuhören und damit auch zu Deinem Kind hin. Und während des Geburtsvorgangs ist es von Vorteil, wenn Du als Yogaschülerin in der Kontrolle über An- und Entspannungen Deines Körpers geübt bist.Meditatives YogaSolange es sich nicht um eine Risikoschwangerschaft handelt und auch keine Beschwerden in den Beinen vorliegen (z. B. Wassereinlagerungen oder Durchblutungsstörungen), gilt daher meditatives Yoga im Sitzen für Schwangere als durchaus empfehlenswert. Je nach Deinen - bestenfalls durch bisheriges Yogatraining erworbenen - Fähigkeiten kannst Du dafür in den Fersensitz, den Diamantsitz, den Schneidersitz, den einfachen Sitz, den vollkommenen Sitz, den halben oder den ganzen Lotussitz gehen. Beachte aber bitte, dass manche von diesen Sitzhaltungen bei Ungeübten das Kniegelenk schädigen können. Besonders beliebte Yoga-Meditationshaltungen von Schwangeren sind der Fersensitz, ggf. mit einem Bänkchen oder Kissen ausgeführt, und der Schneidersitz.Bei Beschwerden in den Beinen oder im Rücken bietet sich die Yoga-Meditation auf einem Stuhl oder Hocker an: Setze Dich dafür so hin, dass sich Deine Oberschenkel waagerecht zum Boden befinden und Deine Füße vollen, flachen Kontakt zum ihm haben. Falls das Sitzmöbel etwas zu hoch dafür sein sollte, kannst Du z. B. eine gefaltete Decke als Fußbodenerhöhung nutzen. Öffne Deine Beine und Fußstellung so weit, dass es sich für Dich und Dein Kind gut anfühlt. Falls es noch keine Bewegungsbeeinträchtigung durch einen vorgewölbten Bauch gibt: Richte Dein Becken auf, halte Deinen Rücken gerade und achte darauf, dass Deine Schultern weder vorgezogen noch verkrampft sind. Je nach Ausprägung Deiner Bauchwölbung kannst Du aber auch ggf. mit Becken und Rücken für einen Haltungsausgleich sorgen; die Sitzhaltung sollte sich für Dich auf keinen Fall unnatürlich oder belastend anfühlen - Du bist eine Schwangere und ausgestattet mit einem hochsensiblen Körperbewusstsein, nutze dieses für Dich und Dein Kind. Wenn Du die für Dich optimale Sitzposition gefunden hast, schließe Deine Augen, lasse Deinen Atem fließen und beginne mit einer von Dir bevorzugten Meditationstechnik. Diese kann durchaus darin bestehen, dass Du mental Kontakt zu Deinem Kind aufnimmst. Auch das meditative Hören von bestimmter klassischer Musik - einige Experten raten zu Mozart oder Bach - in diesem Lebensabschnitt kann viele positive Effekte haben; aber bitte nicht zu laut, denn durch das Fruchtwasser kommen die Schallschwingungen bei Deinem Kind verstärkt an.Hatha YogaDer Nutzen des Hatha Yogas reicht über die körperlichen Trainingseffekte von reinem Sport weit hinaus; hier jedoch sei seinen sportlichen Anforderungen die Aufmerksamkeit geschenkt.Zunächst: Zu den geeigneten Sportarten für Schwangere zählt - neben leicht ausgeführten Gymnastik- und Aerobicübungen, Schwimmen, Golfen und gemütlichem Radfahren - auch und gerade Hatha Yoga. Im Idealfall bist Du bereits eine Yogini und kannst nun als Schwangere Dein gewohntes Training einfach modifizieren. Wer aber erst in der Schwangerschaft mit Hatha Yoga (oder anderem ungewohnten Sport) beginnen möchte, sollte unbedingt zuvor ärztlichen Rat einholen. Denn die Schwangerschaftshormone, die ja die Aufgabe haben, Deinem Körper einen Geburtsvorgang zu ermöglichen, bewirken eine gesteigerte Flexibilität von Muskeln, Bindegewebe und Sehnen. Das bedeutet leider aber auch eine gesteigerte Verletzungsanfälligkeit für die Gelenke, vor allem dann, wenn nicht zuvor eine gesunde, zur sportlichen Betätigung passende Stützmuskulatur erarbeitet wurde. Doch auch schwangere trainierte Yogaschülerinnen sollten Folgendes beachten:- Abgeraten wird von Übungen, die zur Kräftigung der Bauchmuskulatur dienen. Bekannte Asanas, die nun besser fortgelassen werden sollten, sind z. B. die Pumpe (Urdhva Prasarita Padasana), das Boot (Ardha Navasana) und die Sitzbalance (Dandasana).- Übe Rückbeugen nur noch in einer sehr sanften Form, und vergiss nicht, dass Dir durch die Schwangerschaft eher schwindlig werden kann; in diesem Fall beende das Training.- Achte bei Vorwärtsbeugen darauf, dass Dein Bauch genügend Platz hat; positioniere dafür die Beine entsprechend weit auseinander.- Übungen, bei denen der Atem extra angehalten werden soll, werden für die Schwangerschaft nicht empfohlen.- Sobald Du die Bauchlage nicht mehr als angenehm empfindest: Streiche entsprechende Übungen.- Zumeist werden bei Yogakursen, in denen auch Schwangere mitmachen, ab dem 4. (Schwangerschafts-)Monat deren Übungen modifiziert und ab dem 7. Monat Umkehrhaltungen konsequent für diese tabuisiert. (Inwieweit Umkehrhaltungen bis zum 7. Monat für Schwangere sinnvoll sind, ist umstritten.)Führe generell nur Asanas aus, bei denen Du ein gutes Gefühl hast. Übe nicht aus Ehrgeiz, sondern nur für Eure Gesundheit und Wohlbefinden.Bild © xua

von/ durch Nick
am Feb 25 2016
Nackt-Yoga
Nudisten oder die, die es werden wollen, aufgepasst! Wer sich schon immer ein Yoga-Programm ohne einengende Kleidung gewünscht hat, der wird sich in einem Kurs für Nackt-Yoga sicherlich wie zu Hause fühlen. Grundsätzlich unterscheidet sich diese Variante nicht von herkömmlichen Yoga-Lehrgängen. Nur, dass eben die Bekleidung fehlt. Ein Faktum, welches sich nur schwer ignorieren lässt. Die Anhängerinnen und Anhänger dieses neuen Yoga-Trends versprechen sich von dieser in jeglicher Hinsicht anregenden Stilrichtung noch mehr Körperbewusstsein sowie Präzision beim Ausüben der einzelnen Positionen.
Auch lautet das Argument, dass es sich bei Yoga um eine Bewegungsform handelt, die von Natürlichkeit und Ursprünglichkeit geprägt ist. Entsprechend erscheint das nackte Üben nur logisch zu sein. Nicht nur überzeugte Nudisten finden Gefallen an dieser Variante. Denn wann immer es darum geht, den eigenen Körper in Form zu bringen, erweist sich eine genaue Kontrolle als vorteilhaft. Möchtest Du also tatsächlich Problemzonen angehen und letztendlich zu Deinem Traumbody finden, dann bietet Nackt-Yoga ausgezeichnete Erfolgschancen. Schließlich hast Du hier keine Möglichkeit mehr, Dich Illusionen hinzugeben und überflüssige Pfunde in einem Meer aus Stoff zu verstecken.
Kurse werden inzwischen überall da angeboten, wo sich Nudisten tummeln. Dazu zählen natürlich in erster Linie angesagte Ziele für den Strandurlaub. Doch auch Nackt-Yoga-Kurse im Rahmen eines Workshops oder einer regelmäßigen Abendveranstaltung sind zunehmend im Kommen und werden sowohl von privaten Yoga-Lehrerinnen und Lehrern als auch einschlägigen Yoga-Zentren ins Programm aufgenommen.
Nackt-Yoga – nichts für biedere Zeitgenossinnen und Zeitgenossen?
Natürlich kostet es erst einmal Überwindung, seine Yoga-Übungen in unbekleidetem Zustand durchzuführen. Gerade dann, wenn es sich um ein Training in der Gruppe handelt, fällt es uns gewöhnlich schwer, die Hüllen fallen zu lassen. Jedoch kann diese Form in doppelter Hinsicht zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins und langfristig auch zu einem schönen, flexiblen und gesunden Körper führen. Schließlich verlierst Du durch Dein Yoga-Training nicht nur Pfunde, sondern Du lernst auf diese Weise auch, Dich so anzunehmen, wie Du bist. Viele Menschen lehnen ihren Körper unbewusst ab.
Dabei ist es irrelevant, ob er tatsächlich Schwachstellen aufweist oder im Auge des außenstehenden Betrachters makellos ist. Es geht ausschließlich darum, wie wir uns selber darin fühlen. Allein die Fähigkeit, sich selbst ohne die schützende Kleidungsschicht im Spiegel zu betrachten und sich auch anderen ohne jegliche Hülle zu offenbaren, kann sich bereits als revolutionär erweisen. Schließlich brechen viele damit ein ungeschriebenes Gesetz und überwinden auf diese Weise nicht nur Schranken und Hürden, sondern auch ihre eigene Angst. Das Gefühl der Freiheit, welches mit dieser Entwicklung einhergeht, lässt sich nur schwer beschreiben. Es ist etwas, was erlebt werden muss.
Möchte man also auf diesem Gebiet neue Erfahrungen sammeln, dann bietet Nackt-Yoga ausreichend Raum, um sich selbst und den eigenen Körper zu finden, anzuerkennen und letztendlich auch so zu transformieren, dass er sein höchstes Potential erreicht.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Nackt-Yoga folglich nicht nur für eine Schar unbezähmbarer Freigeister geeignet ist, sondern auch Menschen helfen kann, die mit ihrem Körper ein Problem haben und dieses auf besonders konstruktive und gewinnbringende Weise angehen möchten. Befreiend kann Nackt-Yoga beispielsweise für diejenigen sein, die eine strenge und prüde Erziehung durchlaufen haben und Sexualität immer noch als etwas Schändliches empfinden. Bei einem Training in der Gruppe wird der Anblick unbekleideter Menschen im Laufe der Zeit zur Normalität und dem eigenen physischen Sein wird folglich jenes zu verachtende Element genommen.
Abgesehen von diesen Effekten enthält Nackt-Yoga natürlich auch das gesamte Potpourri an positiven Auswirkungen, welche grundsätzlich mit einem Yoga-Workout einhergehen. So wirst Du Dich schon bald vitaler, selbstsicherer und gesünder fühlen und Dinge, die Dich zuvor belastet haben, mit Bravour meistern. Abgesehen von Deiner Körperhaltung wird sich auch Deine gesamte Ausstrahlung ändern und Du wirst die Unabhängigkeit, die Du während des Trainings von Nackt-Yoga entwickelst, nicht mehr missen wollen.
Bild © staras / 123rf.com

von/ durch Nick
am Feb 24 2016
Yoga und Ernährung
Wer rundherum gesund ist, kann essen, was und wann er möchte - und sollte sich dabei nicht hineinreden lassen. Wir alle kennen Menschen, die abends Süßigkeiten, nachts Nudelpfannen und am frühen Morgen schon kalte Pizza essen. Der eine trinkt sein halbes Leben lang Cola light, der andere liebt Fertiggerichte oder Chips. Viele starten nur mit einer Tasse Kaffee in den Tag, kaufen das belegte Brötchen unterwegs, essen mittags Kantinengerichte und gehen abends mit Freunden aus, um deftig und viel zu speisen - natürlich mit Alkohol.
Gesundheit trainieren ...
Für eingefleischte Yogafans sind das alles rote Tücher. Und doch ist bekannt, dass man alles richtig machen und trotzdem viel zu früh sterben kann; andere scheinen über sämtliche Stränge zu schlagen und werden dabei steinalt. Es ist also offenbar eine Frage der Gene, der Konstitution und vor allem - da sind sich viele Wissenschaftler einig - eine Frage der Lebenslust, der Sinnerfüllung und des Wohlgefühls. Wer mit sich selbst im Reinen ist, grübelt weniger, hält den Blutdruck niedriger (weil er sich weniger aufregt) und weckt damit auch keine Veranlagungen, die bei ungünstigen Lebensbedingungen ausbrechen können. Das gilt neben dem Blutdruck für Krankheiten wie Diabetes, die durch Stress und Schock ausgelöst werden können; ebenso wissen wir, dass fortlaufender Disstress und das Gefühl des hilflosen Gefangenseins Krebszellen aktivieren können; ganz zu schweigen von Schlaganfällen, Infarkten und manchem mehr.
Yoga hat also ganz unabhängig von unserer Ernährung schon allein deswegen einen positiven Einfluss, weil es unsere körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, unsere Psyche zur Ruhe und die Seele zum Wohlbefinden bringt; weil es den Herzschlag und damit den Blutdruck senkt, gleichzeitig aber unsere Organe und Drüsen optimal arbeiten lässt; der Stoffwechsel kommt in Schwung und der ganze Körper wird harmonisch durchgeknetet; Muskeln, Sehnen und Bänder sind flexibler, gedehnter und halten uns stabil im Gleichgewicht. Ein nicht verkürzter Muskel verbraucht mehr Sauerstoff, unser Atem fließt gleichzeitig durch die Yogaübungen sehr viel gleichmäßiger. Selbstverständlich arbeiten dadurch auch die Verdauung, der Nährstofftransport, die Zellversorgung und die Organe in einem gleichmäßigen, gesunden Rhythmus.
... und essen
Wenn jetzt noch eine klassische Yogaernährung dazukommt, ist der Mensch im Gleichgewicht. Yogis essen bevorzugt vegetarisch und mäßig. Sie nehmen viel reines Wasser auf, sei es durch Trinken, zahlreiche Gemüsearten oder Suppen. Zudem wird seltener Kaffee und mehr Tee getrunken; weniger Milch, Käse und Wurst, dafür mehr Aufstriche und natürliche Brotbeläge gegessen. Vegetarier verzichten überwiegend auf Alkohol, rauchen nicht und nehmen keine Drogen. Es werden mehr Biolebensmittel eingekauft und gern selbst gekocht.
Auf diese Weise meiden Yogis, wie alle Vegetarier, insgesamt Fette - vor allem die ungesünderen -, dazu Zucker und Salze, wie sie in Fertigwaren überproportional enthalten sind. Farbstoffe und Zusatzstoffe kommen ebenfalls kaum oder seltener auf den Teller. Dafür findet sich mehr Rohkost, die den Zähnen, dem Speichel und dem Magen-Darm-System ihre natürliche Verdauungsaufgabe abfordern. Dieses naturbelassenere Essen besitzt mehr Volumen und wertvolle Nährstoffe, sodass weniger Hungergefühle und überhaupt keine Heißhungerattacken entstehen. Dann sind wenige Stückchen Bioschokolade einfach nur ein leckeres Dessert und kein gefühltes Muss.
Ein Vorteil dieser Ernährung ist das gesunde Gewicht - wobei ein leichtes Übergewicht in jüngster Zeit von Wissenschaftlern sogar als gesünder als eine recht schlanke Figur eingestuft wurde, weil die körperliche Widerstandskraft größer ist.
Andere „Veggi“-Faktoren sind bessere Blutwerte, die sich auf Arterien, Herzkrankgefäße, Venen und die vielen winzigen, aber wichtigen Äderchen im Körper auswirken. Niemand kann bei einem solchen Leben garantieren, dass du keinen Schlaganfall oder Infarkt bekommst, aber die Chancen steigen, diesen Krankheiten für längere Zeit oder überhaupt zu entgehen. Ob Vegetarier länger leben, ist nicht verlässlich erforscht. Wie gesagt, wichtig ist vor allem deine innere Einstellung: Yoga und Ernährung sollen dich gesund und glücklich machen.
Bild © oleandra / 123rf.com
von/ durch Nick
am Feb 23 2016
Yoga Übungen für den BauchWer spezielle Yoga-Übungen für den Bauch sucht, möchte seine Körpermitte häufig vor allem aus ästhetischen Gründen in Form bringen: Schließlich gilt ein flacher Bauch als attraktiv und sexy. Gleichzeitig bringt der sanfte Aufbau von Bauchmuskeln auch viele gesundheitliche Vorteile mit sich. Die gestärkte Muskulatur legt sich wie ein Korsett um Deine inneren Organe und verleiht Dir so mehr Körperspannung. Damit beugst Du einem Hohlkreuz und Rückenbeschwerden vor. Trainierst Du gleichzeitig den Beckenboden, stabilisierst Du Blase und Gebärmutter. Außerdem werden durch die Übungen der Verdauungstrakt, Leber, Nieren sowie die Geschlechtsorgane angeregt: Damit wirkt Yoga wohltuend bei Reizdarm, unterstützt die Ausscheidung von belastenden Stoffen und lindert Menstruationsbeschwerden.Die Energie fließt wiederMit Bauch-Übungen aktivierst Du zwei wichtige Chakren: Etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel liegt das Sakralchakra, das Zentrum für Lebensfreude, Kreativität und Sexualität. Das Nabelchakra in der Magengegend steht für Willensstärke, Macht und Ausdauer. Indem Du mit Yoga Blockaden in diesen Zentren löst, findest Du zu einem besseren Körpergefühl und mehr Selbstbewusstsein.Wertvolle Übungen für den BauchDie perfekte Mischung aus Muskelaufbau, Dehnen und Entspannen tut Körper und Seele gut. Gerade für Einsteiger empfiehlt es sich aber, nicht über die persönliche Leistungsgrenze hinauszugehen. Führe alle Übungen so aus, dass es sich für Dich angenehm anfühlt und Du keine Schmerzen hast. Wenn Du regelmäßig trainierst, nimmt Deine Beweglichkeit ohnehin kontinuierlich zu.Der BogenschützeMit dieser Übung, die im Stehen ausgeführt wird, stärkst Du Deine Bauchmuskeln und verbesserst Deine Körperspannung. Stelle Dich mit einem Fußabstand von etwa 70 Zentimetern – die Zehen nach vorne – auf eine rutschfeste Unterlage. Drehe dann den linken Fuß im 90-Grad-Winkel nach außen und lasse Deinen Oberkörper folgen. Jetzt spannst Du Deine imaginäre Bogensehne: Hebe beide Arme an, ziehe den rechten Arm nach hinten und strecke den linken nach vorne. Die Ellenbogen sollten dabei waagrecht und die Schulterblätter unten sein. Beuge jetzt das rechte Knie, bis es sich über dem Fußgelenk befindet. Achte darauf, dass die Hüfte gerade bleibt. Wenn Du diese Position erreicht hast, spannst Du Deinen Beckenboden an und ziehst den Nabel in Richtung Wirbelsäule. Atme für die Dauer von ein bis drei Minuten langsam und tief ein und aus und fokussiere dabei den Daumennagel der linken Hand. Anschließend nimmst du einen Seitenwechsel vor und wiederholst die Übung.Die KatzeEine Herausforderung für die geraden Bauchmuskeln stellt die „Katze” dar: Gehe dafür in den Vierfüßlerstand: Die Knie befinden sich dabei unter der Hüfte, die Hände unter den Schultern. Die Ellenbogen sind einander zugewandt, die Arme hältst Du locker. Für einen sicheren Halt spreizt Du die Finger. Beim Ausatmen wölbst Du Deinen Rücken zu einem runden Katzenbuckel, spannst dabei den Beckenboden an und ziehst den Nabel nach innen. Erhältst Du den Impuls zum Einatmen, löst Du die Position und richtest die Halswirbelsäule auf. Am besten wiederholst Du diese Übung zehn- bis zwanzigmal.Janu Sirasana – die halbe Kopf-Knie-StellungMit dieser Übung sagst Du stressbedingtem Blähbauch ade und baust gleichzeitig Fett ab. Setze Dich mit gestreckten Beinen und nach oben zeigenden Zehen auf Deine Yogamatte. Winkle dann das linke Bein so an, dass die Fußsohle den rechten Oberschenkel berührt. Strecke jetzt beide Arme zur Decke, beuge Deinen Oberkörper langsam nach vorne und umfasse mit beiden Händen Deinen rechten Fuß. Während Du diese Position für die Dauer von etwa einer Minute hältst, atmest du tief weiter. Dann nimmst du einen Beinwechsel vor. Da diese Übung eine starke Stretch-Bewegung enthält, solltest Du Dich zuvor unbedingt durch Laufen oder die mehrmalige Ausführung des Sonnengrußes aufwärmen.Bild © fizkes / 123rf.com

von/ durch Nick
am Feb 21 2016
Ist Yoga gesund?„No Sports“, sagte Churchill. Und den Spruch „Sport ist Mord“ kennen wir alle. Ist Yoga nun Sport und sollte im Zweifelsfall lieber unterlassen werden? Oder ist es eine Lebensanschauung und sollte zumindest ausprobiert werden?Jedes Wellness-Magazin spricht über gesundes Yoga. Und das stimmt auch, sofern die Übungen richtig praktiziert werden. Yoga erdet uns und bietet zahlreiche Vorteile. Dafür brauchst du nur eine gute Matte, bequeme Kleidung und etwas Raum um dich herum.
Professionelle Anleitung
Wer mit Yoga startet, sollte es analog zu anderen Sportarten halten: langsam anfangen, bei Vorerkrankungen den Arzt fragen und als Anfänger am besten mit einem Lehrer üben, damit sich keine Haltungsfehler einschleichen. Ein guter Lehrer achtet nicht nur darauf, wie beweglich du bist und in welche Gruppe du passt; er kümmert sich auch um deine Vorerkrankungen und Einschränkungen - schön wäre es, wenn er sie sofort selbst abfragt; falls nicht, solltest du ausdrücklich darauf hinweisen. Falscher Ehrgeiz hilft niemandem, am wenigsten dir selbst.Ein Trainer ist vor allem wichtig, damit du die Übungen korrekt ausführst; auch die, deren originalen Ablauf du nicht ausführen kannst, sondern für dich modifizierst. Deine Gelenke sollten so arbeiten, dass du dir auch nach mehreren Jahren des Übens keine Schäden zufügst; natürlich ebenso keine direkten durch heftige Bewegungen oder weil du nicht ausreichend aufgewärmt bist.Passende Kurse gibt es in privaten Studios, in Fitnesscentern und beispielsweise auch über die VHS. Pack deine Yogatasche und starte einfach einen ersten Versuch. Am besten achtest du auf die Ausbildung des Trainers, auch bei einem Schnupperangebot; falls du solche Angebote beispielsweise an einem Urlaubsort ausprobieren willst und triffst hier keine optimalen Trainer, höre bei den Übungen sehr gut auf deinen Körper: er zeigt dir immer deine Grenzen. Plötzliche stechende Schmerzen sind Alarmsignale, ein Dehnschmerz dagegen ist bis zu einer bestimmten Stärke völlig in Ordnung. Versuche nicht, dich weder hier noch in anderen Yogakursen vor den anderen zu beweisen.
Gesundheit durch richtiges Üben
Wenn du dich um die richtige Ausführung kümmerst, ist Yoga unbedingt gesund. Es ist gleichzeitig ein Sport und eine Lebensweise, um unsere anfängliche Frage zu beantworten. Wie stark du welche Seite betonen möchtest, bleibt dir überlassen: nur Asanas, also Körperstellungen, üben oder Meditation, Atemübungen und Mudras, die Fingerübungen, einbeziehen? Es gibt viele Möglichkeiten für dein individuelles Yoga. Dabei gelten weder Alters- noch Gesundheitsbeschränkungen. Es wird Yoga für Kinder, Senioren oder Behinderte angeboten; und du musst auch nicht auf dem Boden trainieren, sondern kannst dich beispielsweise auf einen Stuhl setzen.Zum Schluss listen wir die gesundheitlichen Vorteile von Yoga genauer auf. Es gibt zahlreiche medizinische Forschungen dazu; für deinen Körper, deine Seele und deinen Geist ist allerdings nur wichtig, dass du dich wohlfühlst. Mancher Vorteil wird sich sofort, manch anderer erst später einstellen. Insofern wirst du im Laufe der Zeit wahrscheinlich immer wieder eine Veränderung feststellen. Unsere Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:
Entspannung: stellt sich fast unmittelbar mit den ersten Übungsminuten ein
mehr Gelassenheit, dadurch recht schneller Stressabbau und bessere Stressbewältigung in der Zukunft
ausgeglichenerer Blutdruck, gesündere Arterien und Venen, dadurch Entlastung des Herzens und der Koronargefäße
häufig Besserung bei chronischen Krankheiten und Schmerzen
Aktivierung der Gelenkschmiere, dadurch Linderung von entzündlichen Krankheiten wie Rheuma, Arthrose und Gicht
Dehnung verkürzter Muskeln, dadurch bessere Körperhaltung
insgesamt größere Beweglichkeit, dadurch mehr Agilität und Standfestigkeit beziehungsweise Trittsicherheit
Anregung des kompletten Stoffwechsels, der Drüsen und Organe
größere Leistungsfähigkeit des Gehirns
bessere Lungenfunktion und dauerhaft tieferer Atem
auf Dauer gute innere Einstellungen: Ruhige Zuversicht führt zu einer gelungenen Lebensbewältigung.
Bild © wavebreakmediamicro / 123rf.com

von/ durch Nick
am Feb 16 2016
Anusara-YogaDu suchst nach eine Yoga-Variante, die durch ihre Einfachheit besticht und sich daher ausgezeichnet für Anfängerinnen und Anfänger eignet? Dann solltest Du Anusara-Yoga eine Chance geben. Denn diese ausgesprochen junge Fassung der uralten, überlieferten indischen Bewegungsform überzeugt gerade Einsteigerinnen und Einsteiger aufgrund einer Fülle an Vorzügen. Einer davon ist zweifellos die Tatsache, dass sich die Übungen an den Bedürfnissen des modernen Menschen orientieren. Was dies konkret bedeutet, erfährst Du in den folgenden Absätzen.
Die Geschichte eines unaufhaltsamen Erfolges – Anusara-Yoga
Seine Anfänge nahm Anusara-Yoga mit seiner Gründung durch den US-Amerikaner John Friend im Jahre 1997. Allein die Bezeichnung 'Anusara', welche übersetzt so viel wie 'mit Anmut fließen' bedeutet, gibt bereits Aufschluss darüber, was Du erwarten darfst. Friend entwickelte diese Yoga-Ausrichtung aus einigen Grundelementen des Tantra-Yoga, die vor allem auf einer Bejahung des eigenen Körpers beruhen, sowie neuesten Erkenntnissen der Biomechanik. Auf diese Weise entsteht eine aufregend neue Bewegungsform, welche sich die uralte Weisheit indischer Yogis ebenso zunutze macht wie modernste wissenschaftliche Errungenschaften. Entsprechend eignet sich Anusara-Yoga ausgezeichnet für die Menschen des 21. Jahrhunderts, welche unter Beschwerden wie Verspannungen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen und anderen sogenannten Zivilisationskrankheiten leiden. Denn im Anusara-Yoga wird bewusst ein Gegengewicht zu der in der Regel einseitigen oder mangelnden Bewegung am Arbeitsplatz gelegt. Der Erfolg dieses Konzeptes kann sich sehen lassen. In Zahlen bedeutet dies, dass Anusara-Yoga in dem Zeitraum seit seiner Gründung bis zum Jahre 2012 als die Yoga-Richtung angesehen wurde, die das schnellste Wachstum aufzuweisen hatte. Schließlich schien sie mit ihrem Ansatz genau am Puls der Zeit zu liegen. Auch heute hat die Attraktivität dieser ganz besonderen Yoga-Form auf eine ausgesprochen bunt gemischte Gruppe von Yoga-Enthusiasten nicht nachgelassen. Dabei scheint jedoch nicht nur der Fokus auf die physischen Belange der heutigen Menschen ein Grund für die außergewöhnliche Anziehungskraft zu sein, welche sowohl versierte Yogis als auch Neulinge auf dem Gebiet in ein Anusara-Yoga-Zentrum lockt. Vielmehr wird hier auch dem Anspruch Rechnung getragen, möglichst rasche Erfolge zu sehen und auf dem Weg zum Ziel Spaß zu haben. Schließlich stellt sich dieser nicht wie bei anderen Yoga-Varianten erst nach einer langen Phase des intensiven Übens ein, sondern gleich in der ersten Stunde.
Ein Schnupperkurs Anusara-Yoga
Doch wie genau kannst Du Dir eine Anusara-Yoga-Stunde nun eigentlich genau vorstellen und worin bestehen die Unterschiede zu klassischeren Formen? Ein entscheidendes Charakteristikum findet sich bereits zu Beginn der jeweiligen Session, welche ausnahmslos mit einer kleinen philosophischen Anekdote beginnt und sich bis hin zum alltäglichen Geschehen spannt. Geht es dabei beispielsweise um Themenfelder wie Urvertrauen, Hoffnung oder andere wichtige Eigenschaften, so werden entsprechende Asanas geübt, die dazu dienen, das Herz zu öffnen. Angesichts des intensiven Trainings der Anusara-Yoga-Lehrer kannst Du Dir sicher sein, dass Du hier nicht nur einen Experten bzw. eine Expertin im traditionellen Yoga vor Dir hast, sondern auch eine Person, die wesentliche Kenntnisse bio-mechanischer und anatomischer Grundlagen mit sich bringt. Im Gegensatz zu dem monotonen Aneignen starrer Körperhaltungen wird hier zudem in erster Linie auf die berühmt-berüchtigte innere Stimme gehört, die signalisiert, ob die jeweilige Haltung eher als angenehm oder unangenehm empfunden wird. Allein diese Form der Offenheit und Flexibilität führt über kurz oder lang unweigerlich auch zu einer toleranteren, entspannteren und freundlicheren Einstellung sich selbst und der Umwelt gegenüber. Die präzisen Ausrichtungsgrundlagen wiederum, die die Basis des Anusara-Yoga bilden, machen nicht nur den Einstieg sowie eine eigenständige Wiederholung leicht, sondern helfen in einem größeren Rahmen auch, Haltungsschäden und andere, mit mangelnder Bewegung verbundene Beschwerden zu korrigieren bzw. zu verringern. Ein Großteil der Freude am Üben, welche Du gleich in der ersten Stunde empfinden wirst, ist zudem darauf zurückzuführen, dass Du wie der Name 'Anusara' bereits vorschlägt, unmittelbar 'im Fluss' bist, anstatt ausschließlich starre Haltungen zu imitieren.Bild © bodrumsurf / istockphoto.com
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am Feb 15 2016
Hatha Yoga ÜbungenHatha Yoga ist eine Richtung des Yoga, die – in Abgrenzung zu spirituellen Yogaformen – als eine körperliche Form des Yoga gilt. Die Variante wird dabei als eine eigene Stufe auf dem Weg zum spirituellen Yoga verstanden.Der Begriff "Hatha" bedeutet in der Sprache Sanskrit so viel wie Kraft und Hartnäckigkeit. Hiermit ist die Anstrengung gemeint, die erforderlich ist, um durch Übung und Hinwendung das Ziel zu erreichen.Hatha Yoga lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Es wurde in der berühmten klassischen Yogaschrift Hathapradipika vom Yogi Svatmarama benannt. Die Sichtweisen zum Hatha Yoga sind komplex und vielschichtig. Unterschiedliche Yogi hatten unterschiedliche Ansichten, was dazu führte, dass es heute insgesamt drei zentrale Werke darüber gibt. Neben der Hathapradipika sind dies die Gherandasmhita und die Shivasamhita.In der heutigen Zeit wird vor allem in Westeuropa und im amerikanischen Raum Hatha Yoga praktiziert. Wenn hier allgemein von "Yoga" die Rede ist, wird darunter mehrheitlich die Form des Hatha Yoga verstanden. Die zugehörigen Übungen sind sehr umfangreich und komplex. Es gibt im Wesentlichen Reinigungsübungen, Körperstellungen, Atemübungen und Energieübungen.Kriyas - Die ReinigungsübungenIm Hatha Yoga zählen die Kriyas (Sanskrit: Handlung, Tat) - Techniken zu den zentralen Yoga-Übungen. Sie werden als Reinigungsübungen bezeichnet, um die Entschlackung des Körpers, vor allem der Körper-Hohlräume und die damit verbundene Gesunderhaltung zu definieren.Es gibt neben zahlreichen einzelnen kleinen Übungen sechs zentrale Hauptübungen, die als die wichtigsten gelten und in der berühmten Yoga-Schrift Hathapradipika aus dem 14. Jahrhundert beschrieben sind.1.) Trataka – Reinigung des Tränenflusses der Augen durch Fixieren eines Punktes2.) Neti – Reinigung der Nase durch Zuhilfenahme eines Fadens oder einer Spülung3.) Kapalabhati – Reinigung der Lunge durch Schnellatmung4.) Dhauti – Reinigung des oberen Verdauungskanals vor allem durch Spülungen5.) Nauli – Reinigung des Darms durch Kreisbewegungen der Bauchmuskulatur6.) Basti – Reinigung des Dickdarms überwiegend durch SpülungenAsanas – Die KörperstellungenAsanas sind Stellungen beziehungsweise Übungen, die auf den ganzen Menschen wirken und sowohl die körperliche Realität als auch die geistige Perspektive ansprechen. Der Begriff aus dem Sanskrit bedeutet "feste Körperstellung" und definiert damit den Fokus dieser Übungen auf das Halten einer Übungssituation für mehrere Sekunden. Die Übungen basieren auf sanften und ausgesprochen langsamen Bewegungsabläufen und können grundsätzlich von allen Menschen ohne Altersbeschränkung ausgeführt werden. Die Stellungen werden in einer meditativen Grundhaltung absolviert. Sie stärken den Körper, helfen ihm im Bedarfsfall bei der Gesundung und halten Gliedmaßen und Gelenke bei regelmäßiger Ausführung geschmeidig.Pranayama – Die AtemübungenDie genannten Reinigungsübungen gelten zusammen mit den Asanas-Stellungen als wesentliche Voraussetzung, um Pranayama, die Atmung im Yoga, überhaupt erst durchführen zu können.Atemübungen sind im Hatha Yoga zentral, um Körper und Psyche nachhaltig zu beleben. Sie vermitteln einen Zugang zur eigenen Lebensenergie und helfen bei der Bewältigung von Stress und Anspannung. Es gibt Übungen zur Bauchatmung, sowie zur Schnellatmung, um den Körper zügig mit Sauerstoff zu versorgen. Übungen der Wechselatmung gleichen die emotionale Befindlichkeit aus und gelten als vorbereitend für eine Meditation.Ideal an den Atemübungen ist die Durchführbarkeit in zahlreichen Alltagssituationen. Selbst Menschen, die krank und eingeschränkt in ihrer Beweglichkeit sind und deshalb vielleicht keine körperlichen Yoga-Übungen durchführen können, profitieren erheblich von den Atemtechniken.Mudras – Die EnergieübungenBei den Energielenkungsübungen gibt es sogenannte kleine und große Mudras. Alle Mudras werden mit den Händen beziehungsweise den Fingern durchgeführt.Die kleinen Mudras beziehen sich auf einzelne Partien des Körpers. Typische Übungen haben die Aufgabe, die jeweiligen Körperstellen energetisch zu beeinflussen.Die großen Mudras beinhalten mehrere kleine Mudras und darüber hinaus spezifische Techniken der Atmung und Visualisierung.Mudras wird nachgesagt, einen besonderen Zugang zur Meditation zu bieten. Ihnen werden Heilkräfte zugeschrieben, die eine hohe energetische Wirkung haben.Bild © byheaven / 123rf.com
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am Feb 13 2016
Sivananda YogaSivananda Yoga basiert auf der ganzheitlichen Tradition des Yoga Vidya. Es ist in seinen Ursprungsgedanken geprägt von den Lehren des indischen Yoga-Meisters Swami Sivananda. Er nutzte die traditionellen Pfade des Yoga und entwickelte einen lebens- und praxisnahen Weg aus Übungen, die gut in den Alltag zu integrieren sind. Der Meister legte großen Wert darauf, dass selbst die scheinbar schwierigsten spirituellen Gesetzmäßigkeiten für jeden Menschen gut zu verstehen sind. Aus diesem Grund schrieb er zahlreiche Bücher, die seine Yoga-Synthese in einfachen und gut verständlichen Worten erklärt.Der spirituelle Meister Swami SivanandaSivananda stammt aus einer Brahmanenfamilie und studierte als junger Mann Medizin. Bereits seit frühester Kindheit waren seine Einstellung und seine Sicht auf den Menschen geprägt von Nächstenliebe und Gerechtigkeit. Menschen der sogenannten niederen Kasten erfuhren seinen besonderen Schutz und Zuwendung.Sivananda pilgerte lange Zeit als einfacher Wandermönch durch Indien. Er lebte anschließend ein asketisches Leben in einem Orden. Im Kontext seiner vielen Pilgerreisen gründete er 1936 einen immer bekannter werdenden Ashram, hatte zahlreiche Schüler, lehrte und praktizierte weiterhin als Arzt.Lehre und AusbildungSivananda Yoga ist bis heute bekannt und geschätzt für sein ganzheitliches Ausbildungskonzept. Die Lehre und damit verbundene Ausbildung zum Yoga-Lehrer basiert auf einer spirituellen Sichtweise. Yoga dient den Menschen als innerer und äußerer Weg zu einem gesunden Leben in Verbindung mit innerem Frieden. Diese persönliche Lebensweise und Grundhaltung bilden die Voraussetzung, um Frieden und Friedfertigkeit auch in der Welt sichtbar zu machen.Die Lehre des Sivananda Yoga wird vor diesem Grundverständnis in Form von fünf einfachen Grundprinzipien und vier Pfaden des Yoga vermittelt. Wesentlich sind ein klares und transparentes Verständnis der Lehre und eine unkomplizierte Integrierbarkeit in das persönliche Leben und den eigenen Alltag.Die fünf GrundprinzipienDie großen Ausbildungsinstitute und internationalen Zentren, in denen bis heute Sivananda Yoga gelehrt und vermittelt wird, basieren alle auf den fünf zentralen Prinzipien des Yoga.1.) Asanas – Die richtigen KörperübungenDie Übungen sind das Herzstück des Yoga. Sie dienen der Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems und halten den Körper in seiner Gesamtheit fit und geschmeidig. Darüber hinaus bilden sie den Grundstock für meditative Erfahrungen und die Konzentration auf Wesentliches.2.) Pranayama – Die richtige AtmungUm innerlich und äußerlich stabil und voller Energie zu sein, bedarf es einer Verbindung mit dem Solarplexus. Die richtige Atemtechnik ermöglicht diese Verbindung. Die gespeicherte Energie wird durch spezielle Techniken freigesetzt und sorgt für psychische und physische Regeneration.3.) Savasana – Die richtige EntspannungGesundheit und Wohlbefinden bedürfen Phasen der Ruhe, um dauerhaft stabil zu bleiben. Entspannung auf körperlicher, geistiger und spiritueller Ebene sorgt für das entsprechende Erleben.4.) Vegetarismus – Die richtigen ErnährungEine gesunde Ernährungsweise bezieht sich nicht nur auf den eigenen Körper, sondern auch auf die Umwelt und alle in ihr wohnenden Lebwesen. Eine bewusste Ernährungsweise schließt nur jene Produkte ein, die sich positiv auf Psyche und Körper auswirken. Der Verzicht auf tierische Produkte bedeutet Respekt gegenüber anderen Kreaturen.5.) Dhyana und Vedanta – Meditation und Positives DenkenUm geistig und körperlich gesund zu bleiben, sind eine konzentrierte Haltung sowie eine positive Sichtweise auf das Leben hilfreich. Meditation verhilft zu neuer Kraft und Energie und unterstützt eine friedliche und spirituelle Haltung.Die vier PfadeIm Sivananda Yoga liegt der Fokus auf dem Yoga der Synthese, das auch als die vier Pfade des Yoga bekannt ist. Jeder Pfad umfasst bestimmte Techniken, die es zu praktizieren gilt.1.) Karma YogaDer Pfad der Handelns ist selbstlos und misst sich nicht an den Taten.2.) Bhakti YogaDer Pfad der Hingabe ist ein persönlicher, liebevoller und spiritueller Weg.3.) Raja YogaDer Pfad der geistigen Kontrolle gilt als Königsdisziplin mit dem Ziel, den eigenen Geist zu beherrschen.4.) Jnana YogaDer Pfad der Weisheit ist ein Weg des Strebens nach Erkenntnis und Wissen.Bild © alysta
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am Feb 09 2016
Anti-Gravity-YogaDu bist in puncto Sport immer für neue, ausgefallene Ideen zu haben? Dann wird Dir der aktuelle Yoga-Trend 'Anti-Gravity-Yoga' vielleicht bereits bekannt sein. Zwar ist diese Stilrichtung in Deutschland noch nicht sehr verbreitet, in den USA erlebt sie jedoch einen anhaltenden Boom. Wer also immer angenommen hat, dass es sich bei Yoga um eine relativ solide und damit zuweilen auch etwas starre Form des Workouts handelt, sollte sich nun auf so manche Überraschungen gefasst machen. Denn aus der Luft sieht bekanntermaßen alles anders aus und genau hier findet ein Großteil der Yoga-Übungen statt.Aus der Not geboren – die Entstehung und Entwicklung eines außergewöhnlichen YogatrainingsAm Anfang einer jeden großartigen Erfindung ist bekanntermaßen immer eine Idee. Und diese kam im Falle des hier zur Diskussion stehenden Yogastils dem Amerikaner Christopher Harrison, der auf der Suche nach neuen Wegen war, seine Akrobatik-Gruppe 'AntiGravity' in dem Zeitraum zwischen einzelnen Auftritten in Form zu halten. Das Ergebnis war die kreative Kombination seiner eigenen Arbeitswelt mit seinem persönlichen Yoga-Interesse. Konkret bedeutet dies, dass die ursprünglich am Boden ausgeführten Yoga-Positionen nunmehr in 'schwebendem Zustand' praktiziert werden. Der dabei wichtigste Ausrüstungsgegenstand ist das Akrobatiktuch, in welchem sich alle Übungen abspielen. Eine Erfindung, die also allein aufgrund des gewählten 'Standortes' viel Abwechslungsreichtum und Spaß verspricht. Das große Trapeztuch fungiert dabei als eine Art Schaukel, auf die Du Dich setzen oder an der Du hängen kannst. Asanas, die vor allem Anfängerinnen und Anfängern Probleme bereiten, werden in der Luft zu einem wahren Kinderspiel. Wenigstens erscheint es so, da selbst ein längeres und intensives Training aufgrund des vergleichsweise hohen Spaßfaktors beim Anti-Gravity-Yoga wie im Flug vergeht. Abgesehen davon gibt es natürlich eine Fülle weiterer Vorteile, die das Training auf unterschiedlichen Ebenen mit sich bringt. Physisch bewirkt das Praktizieren von Anti-Gravity-Yoga die Stärkung der Rücken- und Rumpfmuskulatur, was wiederum zu einer Optimierung des eigenen Gleichgewichtes beiträgt. Übungen, die im hängenden Zustand durchgeführt werden, helfen zudem dabei, Verspannungen vorzubeugen und die Nacken- und Rückenpartie zu entlasten.Besonderheiten im Anti-Gravity-YogaVergleicht man die in der Luft stattfindende Yoga-Variante mit dem klassischen Pendant, so fallen neben dem 'Austragungsort' des Geschehens noch andere Unterschiede auf. Du musst Dir dabei die lustige, leichte und verspielte Welt der Akrobaten, für die dieses Workout kreiert wurde, vorstellen, um eine ungefähre Vorstellung von dem Flair einer Anti-Gravity-Yoga-Stunde zu bekommen. Denn auch hier steht die Freude am Tun im Mittelpunkt und nicht so sehr das stumpfe Wiederholen derselben Yoga-Haltungen. Zudem scheint der spirituelle Faktor bei dieser 'Luft-Variante' ins Hintertreffen zu geraten, um für die positiven physischen Auswirkungen Raum zu schaffen. Doch wenn Du Dich erst einmal selber auf dieses Abenteuer einlässt, so wirst Du schnell feststellen, dass auch hier eine gewisse Geisteshaltung geschult wird und dass die Yogastunden in freiem 'Flug' eine gehörige Portion Vertrauen und Zuversicht erfordern. Und sind diese noch nicht vorhanden, so wirst Du sie gewiss nach einigen Malen, in denen Du die Furcht überwunden und Dich kopfüber ins Vergnügen bzw. in eine bestimmte Asana-Haltung manövriert hast, gewiss schnell entwickeln. Weiterer Pluspunkt dieser Yogarichtung ist eine Steigerung Deines Selbstvertrauens. Auch diese ist eng mit der konstruktiven Bewältigung Deiner Angst verbunden. Das Schaukeln im Trapeztuch löst zudem Erinnerungen an die Kindheit aus und vermittelt somit Gefühle von Geborgenheit, Sicherheit und Komfort. Da Beine und Füße den Körper nicht halten, sondern dieser in umgekehrter Position ohne jeglichen Gewichtsdruck in der Luft hängt, kann sich die Wirbelsäule wieder dehnen, so dass Rückenschäden effektiv vorgebeugt wird.Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Anti-Gravity-Yoga nicht nur körperliche Fitness, sondern auch viel Vergnügen beim Üben verspricht und daher allen denjenigen zu empfehlen ist, die sich eine eher lockere Herangehensweise an die traditionsreiche indische Körperübungsform Yoga wünschen.Bild © seenad
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am Feb 06 2016
Jivamukti-YogaAlle diejenigen, denen die eher langsamen Yoga-Formen etwas zu fad erscheinen, dürfen sich freuen. Denn mit dem dynamischen Jivamukti-Yoga erhält die Yoga-Szene frischen Wind, der selbst Bewegungsmuffel zu einem regelmäßigen Workout zu animieren vermag. Zwar ist diese moderne Variante, die sogar Prominente in ihren Bann zieht, bereits seit den 80er Jahren auf dem Markt, doch nur diejenigen, die sich etwas eingehender mit der Materie beschäftigen, werden abgesehen von dem klassischen Hatha-Yoga weitere Alternativen kennen. Doch was verbirgt sich eigentlich genau hinter diesem exotisch anmutenden Namen und was hebt den hier zur Diskussion stehenden Yoga-Stil von anderen ab?Interessantes rund um den Begriff Jivamukti-YogaAllein die Bezeichnung 'Jivamukti' klingt bereits vielversprechend, drückt sie doch das Ziel dieses Yogastils, welches kurz gesagt die Befreiung der Seele ist, aus. Zu den sogenannten fünf Säulen, sprich den Grundprinzipien des Jivamukti-Yoga gehören die Kraft des Klanges, das Studium der Schriften, Meditation, Gewaltlosigkeit und Hingabe. Entwickelt wurde dieses innovative Gegenstück zum traditionellen Hatha Yoga von den Amerikanern David Life und Sharon Gannon. Abgesehen von den Körperübungen enthält jede Unterrichtsstunde auch eine Einheit Meditation und Musik. Dabei kommt Deine eigene Stimme ebenfalls zum Einsatz, da dem Gesang aufgrund der Vibrationen positive Eigenschaften nachgesagt werden. Besonders wichtig ist, dass jede Jivamukti-Yogastunde ein tieferes Ziel beinhaltet und Dich durch den physischen Einsatz, den die unterschiedlichen, fließend ausgeführten Asanas erfordern, buchstäblich in andere Sphären geleitet. Die Klassen teilen sich in der Regel in unterschiedliche Leistungsstufen auf. In der sogenannten offenen Klasse können alle, vom Anfänger bis hin zum erfahrenen Yogi, mitmachen. Trainiert wird nach Deinem ganz persönlichen Tempo und Niveau. Eine Unterrichtsstunde setzt sich dabei aus den Elementen Asanas, Meditation und spirituelle Lehren zusammen. Diese werden von den jeweiligen Lehrenden kreativ zusammengestellt. Einen Intensivkurs stellt die sogenannte 'Spiritual Warrior'-Klasse dar. Sie wurde speziell für Menschen entworfen, die nur über ein sehr begrenztes zeitliches Budget verfügen und dient dazu, Dich möglichst schnell in Form zu bringen. Die Jivamukti Vinyasa-Kurse für Anfänger haben zum Ziel, Deinen Atem und Deine spirituelle Grundeinstellung mit der jeweiligen Bewegung in Einklang zu bringen. Dabei gibt es auch eine fließende Folge von Asanas, die jedoch langsamer ausgeführt werden als im 'Spiritual Warrior'-Kurs.Jivamukti-Yoga für temperamentvolle Aktive oder diejenigen, die es werden wollenWenn Du Dich körperlich nicht wirklich fit fühlst oder Du es lieber langsam und gemächlich angehen möchtest, dann solltest Du Dich vielleicht erst einmal für eine der anderen Yoga-Stile entscheiden. Denn beim Jivamukti-Yoga kommst Du schon schnell ins Schwitzen und auch wenn die Anstrengung eine aufregende Herausforderung ist, die viel Spaß mit sich bringt, stellen sich positive Ergebnisse erst dann ein, wenn Du in puncto Fitness bereits über gewisse stabile Grundlagen verfügst. Natürlich kannst Du auch ganz behutsam mit dem erwähnten Anfängerkurs beginnen. Ungeachtet dessen, für welchen Kurs Du Dich letztendlich genau entscheidest, das Ausüben von Jivamukti-Yoga wird Dir in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum zu mehr Energie und Leistungskraft verhelfen. Abgesehen davon wird es Dir aufgrund der im Jivamukti-Yoga ganz speziellen Meditationsform zunehmend gelingen, loszulassen und den Herausforderungen des Alltags mit einer ganz neuen Gelassenheit und Seelenruhe die Stirn zu bieten. Neben der Fähigkeit, Deinen Körper in Form zu bringen, lernst Du durch Jivamukti-Yoga also auch, Deinen Geist zu beruhigen und Deine Gedanken zu kontrollieren. Neben einem schönen und gesunden Körper wirst du für das zuweilen zwar harte, aber auch abwechslungsreiche Training mit einem allgemeinen Anstieg der Lebensqualität aufgrund mehr Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Lebensfreude belohnt. Wenn Dir also alle anderen Yoga-Varianten zu starr sind, dann kann der Jivamukti-Stil für Dich genau die richtige Alternative sein.Bild © Vikram Raghuvanshi
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am Feb 02 2016
Luna-YogaWünscht Du Dir dringend Nachwuchs, hattest jedoch mit Deinen Bemühungen bis dato keinen Erfolg? Dann ist das Praktizieren von Luna-Yoga einen Versuch wert. Denn dieser uralten und neu belebten Heil- und Bewegungsform wird nahezu magische Wirkung nachgesagt, wenn es um das Thema Fruchtbarkeit geht. Schließlich sind die Übungen darauf ausgerichtet, vor allem die Sexualorgane und das Becken zu beeinflussen. Natürlich eignet sich die Form auch für alle, die einfach nur etwas Gutes für Ihren Körper tun und dabei auch ihren emotionalen und mentalen Zustand optimieren möchten. Denn Luna-Yoga ist darauf angelegt, Flexibilität und Geschmeidigkeit zu fördern und Dir damit zu einem ganz neuen Körperbewusstsein zu verhelfen. Neben einer positiven Ausstrahlung wirst Du ungeahnte Energie, Lebensfreude und Kreativität verspüren, die Dich dabei unterstützen, Deine Träume und Ziele in die Tat umzusetzen. Dabei wirst Du immer mehr den Drang empfinden, Dich selbst auszudrücken und Dich in aufregende neue Bereiche vorzuwagen.Doch was bedeutet der Begriff dieser nicht nur für viele Frauen, die sich ein Baby wünschen, bahnbrechenden Yoga-Richtung eigentlich genau?Während der aus dem Sanskrit stammende Ausdruck 'Yoga' alles bezeichnet, was verbindet, symbolisiert 'Luna', sprich der Mond, nicht nur die Fruchtbarkeit, sondern auch die unterschiedlichen Zyklen sowie den beständigen Wandel des Lebens. Entsprechend richtet sich die Intensität und der Zeitpunkt des Luna-Yoga-Trainings auch nach der ganz persönlichen Tagesverfassung, anstatt nach starren Vorgaben. Du kannst das Workout also buchstäblich zu jeder Tages-und Nachtstunde an jedem denkbaren Ort ausführen. Bei dieser ganz speziellen Bewegungsform bietet sich natürlich vor allem ein Praktizieren am Meer, in den Bergen oder im Wald an. Auf diese Weise fühlst Du Dich noch mehr als Teil einer alles umfassenden Einheit, während Du Dich den fließenden, harmonischen Übungen hingibst.Die wichtigsten Daten rund um Luna-Yoga auf den Punkt gebrachtLuna-Yoga ist ein buntes Sammelsurium aus unterschiedlichen Elementen. Dazu zählen das traditionelle Yoga aus Indien, moderne medizinische und psychologische Studien und Fruchtbarkeitsrituale aus sämtlichen Kulturkreisen, allen voran natürlich Tänze. Entwickelt wurde es in den 1980er Jahren von Adelheid Ohlig, die nach einem langjährigen Yoga-Studium erkannte, dass es an der Zeit ist, endlich auf die Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen Körper einzugehen. Um die auf diesem Gebiet vorhandene Lücke zu schließen, griff die studierte Journalistin und Sprachwissenschaftlerin auf alle Erkenntnisse und Methoden zurück, die ihr auf ihren Reisen durch die ganze Welt begegneten. Dazu zählen unter anderem die bereits erwähnten Tänze, aber auch Weisheiten und Ansätze aus der ayurvedischen Lehre, der Naturheilkunde sowie der Akupunktur. Hierbei handelt es sich lediglich um eine beispielhafte Auswahl der zahlreichen einflussnehmenden Faktoren auf die innovative Theorie und Praxis des Luna-Yoga. Und diese kann sich in der Tat sehen lassen. Denn wer sich unter Yoga immer noch das strenge und akribisch genaue Ausführen relativ starrer Positionen vorstellt, wird hier eines Besseren belehrt. Beim Luna-Yoga stehen Freiheit und Kreativität im Zentrum und diese kannst Du in jeder einzelnen der weichen, geschmeidigen Bewegungen so zum Ausdruck bringen, wie Du möchtest. Der positive Effekt auf die Fortpflanzungsorgane stellt sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern ein. Bei der facettenreichen Mischung aus Yoga-Übungen, Fruchtbarkeitstänzen, Meditationen, Atembeobachtungen und Entspannungstechniken kommt es nicht nur zu einer Steigerung der Fruchtbarkeit, sondern auch zu der Vorbeugung eventueller Störungen auf diesem Gebiet.Lernen kannst Du Luna-Yoga in zahlreichen Studios, die über das ganze Land verteilt sind. Die Angebote variieren dabei von reinen Schnupperkursen, Workshops, Abend- und Wochenendkursen für Einsteiger-/innen bis Fortgeschrittene. Mit etwas Glück wirst Du vielleicht sogar eine Trainingseinheit von der 'Schöpferin' des Luna-Yoga höchstpersönlich erhalten. Denn Adelheid Ohlig hat sich ganz der von ihr entwickelten Yoga-Richtung verschrieben und unterrichtet seit dem Jahre 1983 mehr oder weniger ohne Unterbrechung auch selber.Bild © guniita